Wieder eine Fortbildung in Präsenz

Die Fachkräfte nutzen die Zeit zum Gespräch und gegenseitigen Austausch. Im Vordergrund das Modell eines Intensivpflegeplatzes.Foto: SHG-Kliniken / Kiefer
Die Fachkräfte nutzen die Zeit zum Gespräch und gegenseitigen Austausch. Im Vordergrund das Modell eines Intensivpflegeplatzes.Foto: SHG-Kliniken / Kiefer - (Bild 1 von 1)

Völklingen. „Ohne Pflege geht nichts!“ lautete das Motto eines Kongresses für Intensivpflegekräfte in den SHG-Kliniken. Weil Lernen und Fortbilden in angenehmer Atmosphäre besser geht, hatte das Orga-Team um Pflegedirektorin Stefanie Conrad die Tagung in entspannte Lounge-Atmosphäre gebettet. Unter den rund 40 Teilnehmern waren auch Fachkräfte aus Rheinland-Pfalz und dem benachbarten Lothringen.

„Es ist nach langer Zeit endlich wieder einmal eine Fortbildung in Präsenz, und wir wollen dabei den stark belasteten Intensivpflegekräften auch ein wenig Entspannung bieten“, erklärte Conrad den bewusst lockeren Rahmen. So gab es am Vormittag fachlichen Input in Vortragsform, während der Nachmittag Workshops gewidmet war, zu Themen wie Resilienz und den Umgang mit der Belastung durch die Arbeit auf einer Intensivstation. Immer mit eingeplant viel Raum für Gedankenaustausch und persönliche Gespräche.

„Wir alle haben es in der Hand, wie Pflege in Zukunft aussieht“, betonte Conrad bei der Begrüßung. „Dazu gehört auch, dass wir ganz klar wissen, in welchen Bereichen wir uns weiterentwickeln wollen.“ Fortbildung steht für die Völklinger Pflegedirektorin dabei ganz oben.

Um mehr Nachwuchs zu gewinnen, müsse sich die Pflege auch für nahe Berufsgruppen öffnen. So leisten, in den SHG-Kliniken Völklingen auch Medizinische Fachangestellte und sonstige Therapeuten ihren Anteil im Team. Die Babyboomer-Generation sei auf dem Weg in die Rente und ausländische Pflegekräfte müssten erst zeitaufwendig integriert werden.

Pflegende und Ärzte sollten sich stets auf Augenhöhe begegnen, forderte Dr. Folkert Steinhagen, Chefarzt der Klinik für Anästhesie und Intensivmedizin. Dass dem in Völklingen so ist, zeigte sich auch in der Gestaltung der Vorträge, die im Dialog zwischen Medizinern und Pflegekräften, Kardiotechnikern und Fachkräften der LVAD-Ambulanz (Linksherzunterstützungssystem) geführt wurden. Themen waren unter anderem das Monitoring von Intensivpatienten, die Möglichkeiten der mechanischen Kreislaufunterstützung bei Patienten im kardiogenen Schock, die Problematik der Sepsis und das „Weaning“, um Patienten wieder aus der künstlichen Beatmung herauszuführen.

Wer das theoretisch Gehörte sich in der Praxis ansehen wollte, konnte dies am Modell eines eingerichteten Intensivpflegeplatzes tun. Hier demonstrierten Mitarbeitende der Völklinger Intensivpflege-Units den Umgang mit Herz-Kreislauf-Unterstützungssystemen und dem schonenden kontinuierlichen Dialyseverfahren.red./dos

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