Welterbestätten präsentieren sich

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Völklingen. Als Höhepunkt des Jubiläumsjahres 30 Jahre Weltkulturerbe Völklinger Hütte feiert das ehemalige Eisenwerk um den UNESCO-Welterbetag mit zahlreichen Gästen ein großes Festwochenende.

Am 1. wie 2. Juni präsentieren sich zahlreiche deutsche Welterbestätten und internationale Partner aus der Großregion auf dem Welterbemarkt, der seine Zelte auf dem Erzplatz aufschlägt. „Wir freuen uns, dass von Potsdam, Bremen bis Trier, der Montanregion Erzgebirge, Regensburg oder dem Limes eine große Bandbreite an unterschiedlichen UNESCO-Welterbestätten zugesagt haben“, freut sich der Generaldirektor des Weltkulturerbes Völklinger Hütte, Dr. Ralf Beil..

Und natürlich wird an beiden tagen mit Musik, Kinderprogramm, fünf Ausstellungen auf dem gesamten Hüttengelände und einem breiten gastronomischen Angebot gefeiert. Führungen bieten spannende Einblicke hinter die Kulissen der Völklinger Hütte, insbesondere in neu erschlossene Bereiche wie die Trockengasreinigung, den Hochofenleitstand, den Sinterrundkühler und den Betonkohlenturm.

Von abenteuerlichen Expeditionen über das Gelände, über Konzerte, Theater- und Musikaktionen bis hin zur Erschließung neuer Reiseziele beim Plausch mit Vertretern anderer Welterbestätten dürfte das Festwochenende für alle das passende Angebot parat haben.

„2024 feiern wir 30 Jahre Weltkulturerbe und betonen den einzigartigen Wert, aber auch die Fragilität von Weltkulturerbestätten rund um den Erdball, die es als Botschafter der Vergangenheit zu erhalten gilt. Programmatisch eröffnen wir kurz vor dem UNESCO-Welterbetag Man & Mining, eine Ausstellung zum globalen Rohstoffabbau und den Folgen für Mensch und Natur“, erklärt der Generaldirektor.

Zentrale Veranstaltung des UNESCO-Welterbetages

In Zusammenarbeit mit der Deutschen UNESCO-Kommission und dem Welterbestätten Deutschland findet am 2. Juni die zentrale Veranstaltung des UNESCO-Welterbetages für Deutschland 2024 in der Völklinger Hütte statt. Bundesweit eröffnet wird der Welterbetag um 11 Uhr mit einem Festakt, an dem unter anderem die Präsidentin der Deutschen UNESCO-Kommission Maria Böhmer und die saarländische Ministerpräsidentin Anke Rehlinger sprechen. Am Nachmittag kann eine Podiumsdiskussion zur Rolle von Welterbestätten als außerschulischen Lernorten für Nachhaltigkeit, Frieden und Freiheit besucht werden, an der auch die saarländische Bildungsministerin und Präsidentin der Kultusministerkonferenz, Christine Streichert-Clivot, teilnimmt.

„Vielfalt entdecken und erleben, das Motto für den UNESCO-Welterbetag in diesem Jahr, ist wörtlich zu nehmen. Von Stralsund bis zum Bodensee, von der Lausitz bis nach Aachen sind die Welterbestätten in Deutschland ebenso vielfältig in ihrer Art wie in ihrer geografischen Verteilung. Mit der Völklinger Hütte findet die Eröffnung des bundesweiten Aktionstages zum ersten Mal im Saarland statt. Wir wollen zeigen, dass Welterbestätten immer auch wichtige außerschulische Lernorte sind, für Nachhaltigkeit, für Frieden und für Weltoffenheit“, betont Prof. Dr. Maria Böhmer.

Vor 30 Jahren, am 17. Dezember 1994, wurde die Völklinger Hütte zum UNESCO-Weltkulturerbe ernannt – als erstes Denkmal aus der Blütezeit der Industrialisierung. Damals im thailändischen Phuket war dies eine Sensation, waren doch bislang nur Kathedralen, Altstädte oder Schlösser Weltkulturerbe geworden.

Der Eintritt in das Weltkulturerbe Völklinger Hütte ist am 1. und 2. Juni frei.red./dos

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