„Welterbe Industriekultur“

Völklingen / Essen. Im Rahmen des internationalen Kongresses „Industrielles Welterbe. Chance und Verantwortung“, der auf der UNESCO-Welterbestätte Industriekomplex Zeche Zollverein Essen stattfand, unterzeichneten die sieben Welterbestätten der Industriekultur in Deutschland eine Verlautbarung.

Die sieben Welterbestätten der Industriekultur in Deutschland stehen in besondere Weise für die identitätsstiftenden Orte des industriellen Zeitalters. Sie verkörpern stellvertretend die Kraft der Transformation, indem sie gesellschaftlichen Fragestellungen Raum geben, die Arbeiten und Leben umfassen.

In der Verlautbarung unterstreichen die Welterbestätten der Industriekultur in Deutschland die Bedeutung des industriekulturellen Erbes für die gegenwärtige Auseinandersetzung, insbesondere mit Fragen der Zukunft: „Die sieben industriellen UNESCO-Welterbestätten sind identitätsstiftende Orte der Vergangenheit für die Gegenwart und haben sich zugleich zu Laboren der Zukunft entwickelt. Sie stellen sich den zentralen gesellschaftlichen Herausforderungen: Digitalisierung, Globalisierung, Nachhaltigkeit, Klimawandel und Migration. Sie bieten Raum, Antworten auf die Fragen unserer Zeit und unserer Zukunft zu finden“, ist in der Verlautbarung festgehalten.

Zugleich fordern die Welterbestätten den Bund auf, die Welterbestätten der Industriekultur bei der Gründung einer Dachorganisation zu unterstützen und diese finanziell dauerhaft auszustatten.

Ziel der Dachorganisation ist es, als einheitlicher Ansprechpartner für den Bund zusammen mit diesem die Aufgaben industriekultureller Orte zu definieren, ein gemeinsames Kultur- und Tourismusmarketing zu befördern und eine Wissensplattform für die Förderung und den Erhalt von Industriekultur zu schaffen, die einen nationalen und internationalen Austausch sachorientiert und zielgerichtet ermöglicht.red./dos

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