Welche Visionen für Europas Zukunft?

Schüler des Hochwald-Gymnasiums Wadern vertreten das Saarland beim Planspiel „Modell Europa Parlament“. 
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Schüler des Hochwald-Gymnasiums Wadern vertreten das Saarland beim Planspiel „Modell Europa Parlament“. Foto: Schule - (Bild 1 von 1)

Wadern. Schüler des Hochwald-Gymnasiums Wadern haben sich am Planspiel „Modell Europa Parlament“ beteiligt. Nach Schulschluss schlüpften sie in die Rolle von EU-Parlamentariern, die sich Gedanken über zentrale politische Fragen zur Zukunft Europas.

Eigentlich hätten sich die Waderner für die Projektarbeit in Berlin mit Gleichaltrigen aus ganz Deutschland treffen sollen. Doch Corona-bedingt wurde per Videokonferenz beraten.

Das Planspiel „Modell Europa Parlament“ ist ein bundesweites Projekt, bei dem das Hochwald-Gymnasium das Saarland vertritt. Jugendliche aus 16 deutschen Schulen schlüpfen für eine Woche in die Rolle von Europaabgeordneten. Sie entwickeln in Ausschüssen Resolutionen zu politischen Fragen und stellen diese in einer Plenarsitzung den Delegierten vor.

Dort müssen sie ihre Beschlussvorlagen auch gegen Kritik verteidigen und sich am Ende einer Abstimmung stellen.

Die 100 Delegierten ließen eine Woche lang ihren Ideen freien Lauf und setzen sich für eine fortschrittliche, visionäre Politik ein: Wie kann sich das Leben in der EU nachhaltig verbessern? Wie wollen wir idealerweise in der Zukunft unseren Alltag bestreiten, damit er für alle Menschen, aber auch Tiere und Pflanzen lebenswert ist?

Dass mühsam erarbeitete Resolution im Plenum keine Zustimmung finden, erfuhren Amelie Reinert und Kevin Zimmer.

Leni Schmidts Antrag, wie die EU mit „antidemokratischen Strömungen“ umgehen sollte, fand hingegen eine Mehrheit bei den Abgeordneten im Schüler-EU-Parlament.

Ein Highlight war die Begegnung mit echten Europaparlamentariern. So diskutierten die Jugendlichen zwei Stunden lang mit Rainer Wieland, Vizepräsident des EU-Parlaments.

Mira Schäfer wollte von ihm wissen, wie das Europaparlament zu einem umweltbewussten Parlament werden will.

Die 28-jährige Europaabgeordnete Delara Burkhardt aus Kiel präsentierte ihre Vision der Vereinigten Staaten von Europa.

Insgesamt konnten die Teilnehmer aus Wadern wertvolle Erfahrungen sammeln. Sie lernten Jugendliche aus ganz Deutschland kennen, setzten sich mit politischen Fragen auseinander und machten die Erfahrung, vor einem Publikum von 100 Leuten eine Rede zu halten.

Gleichzeit mussten sie in die Perspektive eines anderen Landes schlüpfen: die Waderner Schüler übernahmen im Planspiel die Rolle Polens.

Dabei waren sie sehr erfolgreich. Sechs Teilnehmer aus Wadern wurden wegen sehr guter Leistungen für die Teilnahme am europaweiten Planspiel als deutsche Vertreter nominiert. Folgende Schüler nahmen für das HWG am Planspiel Modell Europa Parlament teil: Amelie Reinert, Leni Schmidt, Kevin Zimmer, Mira Schäfer, Linda Czerwinski, Emma Flock, Mathis Welsch, Julia Bauer.

Als Ausschussvorsitzende leitete Laetitia Sauer aus Wadern einen Ausschuss. Die Schüler hatten sich in einer Arbeitsgemeinschaft auf die Sitzungswoche vorbereitet, die von Politiklehrer Edwin Didas betreut wurde.

Das Projekt MEP ist Teil des von Erasmus plus geförderten EU-Jugenddialogs. red./am

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