Saarbrücken. Die Sparkasse Saarbrücken blickt bei ihrer Bilanzpressekonferenz auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2025 zurück. Trotz herausfordernden Marktumfelds inmitten schwieriger geopolitischer Rahmenbedingungen hat das Kreditinstitut mit einem Marktanteil von über 50 Prozent die Pole Position in ihrem Geschäftsgebiet festigen können. So lautet das Fazit des Vorstands, bestehend aus Frank Saar, Helge Heyd und Boris Christmann. 37 Filialen mit 1038 Mitarbeitern, 21 SB/GA-Standorten und 81 Geldautomaten sind Ausdruck regionaler Verbundenheit, 173800 Privat- und 17200 Geschäftsgirokonten weitere Belege. Die Bilanzsumme fiel leicht um 0,9 Prozent auf 7,89 Milliarden Euro nach 7,97 Milliarden Euro im Vorjahr – ein weiterhin stabil hohes Niveau. Beim Jahresüberschuss, der wichtigsten Erfolgskennzahl, legte die Sparkasse leicht um 2,4% auf 8,5 Millionen Euro zu. Gleichzeitig konnte das Eigenkapitel um 35 Millionen Euro aufgestockt werden.
Das Kreditinstitut hat 2025 Ertragssteuern in Höhe von 20,5 Millionen Euro bezahlt. 8,8 Millionen Euro wurden zudem an Lohnsteuer einbehalten und an das Finanzamt abgeführt. Gut für die Region, profitieren davon doch die Kommunen.
Kreditgeschäft stabil auf hohem Niveau
Angesichts weiter anhaltender schwacher Konjunktur, Zöllen und Handelsbarrieren bleiben die Kundenkredite an Unternehmen auf dem Vorjahresniveau (2025: 2,379 Milliarden Euro; 2024: 2,372 Milliarden Euro). Die Kredite an Privatkunden konnten um 3,6% auf 2,089 Milliarden Euro gesteigert werden, was vor allem auf gestiegene Immobilienfinanzierungen zurückzuführen ist. Wie im Vorjahr gingen die Kredite an Kommunen erneut zurück. Sie verringerten sich um 18% auf 536,5 Millionen Euro.
Einlagen- und Wertpapiergeschäft
Insgesamt sind die Kundeneinlagen leicht gesunken und haben sich um 1,7% auf 5,977 Milliarden Euro verringert. Während Spar- und Termineinlagen gesunken sind, stiegen Sichteinlagen um 3,8% auf 3,39 Milliarden Euro).
Wie in den Vorjahren hat sich das Wertpapiergeschäft mit Kunden ausgeweitet. Der Kunden-Depotbestand stieg um 265 Millionen auf 2,486 Milliarden Euro. Es handelt sich um das beste Wertpapierjahr der Sparkasse Saarbrücken mit Käufen von insgesamt 619 Millionen Euro, eine Steigerung gegenüber 2024 um 39%.
Trotz der weltweit instabilen Lage geht die Sparkasse Saarbrücken auch 2026 von einer annähernd unveränderten Ertragsentwicklung aus.
Großes steht in naher Zukunft an: Die Sparkasse plant einen Neubau ihrer Hauptstelle am Neumarkt. An der Stelle des aktuellen Gebäudes, das Abschnitte aus den 1930er, 1950er und 1990er Jahren beinhaltet, soll eine moderne und vor allem auch nachhaltige Sparkassenzentrale entstehen.
Start in das Neubauprojekt „Carré Neumarkt“
Externe Gutachten sowie eine Machbarkeitsprüfung haben ergeben, dass eine energetische Sanierung des Bestands unwirtschaftlich wäre. Im Mai wurde ein öffentlicher Architektenwettbewerb ausgeschrieben. Der ressourcenschonende Rückbau des Bestandsgebäudes ist für 2028 geplant, der Einzug in das neue „Carré Neumarkt“ für 2031 vorgesehen. 460 Mitarbeiter ziehen mit um, sie werden weiter für die Kunden auch vor Ort Ansprechpartner bleiben, denn „Menschen suchen den Menschen in der Sparkasse“, weiß Frank Saar. Parkfläche für Kunden und Mitarbeiter soll aus Gründen des Hochwasserschutzes nicht im Keller, sondern in der Höhe entstehen. Die berühmte Uhr auf dem Dach soll im Übrigen mitumziehen, „als Reminiszenz an den alten Neumarkt“, wie Saar betonte. jj





