WaldSCHUTZgipfel 2024

Im Theater am Ring in Saarlouis fand der WaldSCHUTZgipfel des ­Landesverbandes Saar-WaldSchutz e. V. statt. Foto: Landesverband
Im Theater am Ring in Saarlouis fand der WaldSCHUTZgipfel des ­Landesverbandes Saar-WaldSchutz e. V. statt. Foto: Landesverband - (Bild 1 von 1)

Saarlouis. Der Landesverband Saar-WaldSchutz e. V. hattet zum WaldSCHUTZgipfel in den Festsaal des Theaters am Ring eingeladen und das Interessen war riesengroß. Festredner war der international bekannte Waldexperte und Bestsellerautor Peter Wohlleben. Auch Oberbürgermeister Peter Demmer und der Vorstandsvorsitzende der VVB, Edgar Soester, Edgar Soester waren vor Ort.

In seinem Grußwort hob Oberbürgermeister Peter Demmer hob für die Kreisstadt Saarlouis (jüngstes Mitglied des Landesverbandes) die besondere Verbundenheit zu ihrem Wald hervor.

Edgar Soester erklärte, dass verantwortliches und nachhaltige Handeln ein Markenkern der VVB ist, was sich auch in der Unterstützung von Projekten niederschlägt, die die Verbesserung der natürlichen Lebensgrundlagen zum Ziel haben. Dies sei ein Grund für die intensive Zusammenarbeit mit dem Landesverband Saar-WaldSchutz e.V. In Kürze wird das neue Biodiversitätsprojekt durch VVB und Landesverband Saar-WaldSchutz vorgestellt.

Im anschließenden Vortrag und der Fragerunde gab Peter Wohlleben einen tiefen Einblick in den Wald mit seinen teilweise unerforschten komplexen Zusammenhängen, zeigte immer wieder den Unterschied zwischen Wald und Forst auf, verwies auf aktuelle Forschungsergebnisse, die von Teilen der gewinnorientierten Forstwirtschaft ignoriert werden und beantwortete kompetent die zahlreich an ihn gerichteten Fragen. Vor allem das exzessive Verbrennen von Wäldern in Heizkraftwerken und die durch die klassische Forstpolitik angeheizte Verwendung von Holz, schädige die Vitalität der Wälder zusätzlich, so Wohlleben. Die Wälder werden dadurch nicht nur anfälliger für die sich häufenden Klimaextreme, sondern werden landauf, landab zusätzlich mit härtesten Methoden klassischer Forstwirtschaft behandelt. Dies führe zu den derzeit erschreckenden Bildern im ganzen Land mit Kahlflächen, zerfahrenen Böden und infolge Auflichtung und Plantagenpflanzungen absterbende Bäume und ganzer Wälder.

Fazit der Veranstaltung: „Wir brauchen eine Neubesinnung im Umgang mit dem Saar-Wald: ‚Waldschutz First‘, mehr Empathie für unseren Wald und eine Waldbehandlung die sich diesem Ziel unterordnet“, so der Landesverband Saar-Waldschutz e.V. red./jb

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