Wadgasser Pfarreien haben fusioniert

Kandidaten für den Pfarrgemeinderat von St. Wolfram Wadgassen  (von links): Erik Martin, Christian Grünnagel, Anke Martin, Jakob Sturm, Noah Färber und Stephanie Bay. Foto: Ute Kirch / Bistum Trier
Kandidaten für den Pfarrgemeinderat von St. Wolfram Wadgassen (von links): Erik Martin, Christian Grünnagel, Anke Martin, Jakob Sturm, Noah Färber und Stephanie Bay. Foto: Ute Kirch / Bistum Trier - (Bild 1 von 1)

Wadgassen. Zum Jahresbeginn ist in Wadgassen die Pfarrei St. Wolfram entstanden. Sie ist Ergebnis der Fusion der bis dahin eigenständigen Pfarreien Maria Heimsuchung Wadgassen, St. Gangolf Differten, Herz Jesu Hostenbach, Heilige Schutzengel Schaffhausen und St. Antonius von Padua Werbeln.

Die pastoralen Gremien wählten als Patron für die neue Pfarrei den heiligen Wolfram, den ersten Abt der Prämonstratenser-Abtei in Wadgassen.

Die Fusion hat Auswirkungen auf die Struktur der pastoralen Gremien: Gab es in der ehemaligen Pfarreiengemeinschaft Wadgassen bislang fünf Pfarrgemeinderäte, fünf Verwaltungsräte sowie den Pfarreienrat aus Delegierten der Pfarrgemeinderäte und die Verbandsvertretung aus Vertretern der Verwaltungsräte, gibt es in der neuen Pfarrei nur noch zwei Gremien: einen Pfarrgemeinderat, der den Verwaltungsrat wählt. Die Pfarrbezirke Wadgassen, Differten, Hostenbach und Schaffhausen entsenden zwei Mitglieder in den neuen Pfarrgemeinderat, Werbeln als kleinster Pfarrbezirk nur einen.

In der neuen Pfarrei wählen die 9930 Katholiken noch bis 30 Januar den ersten Pfarrgemeinderat. Bei der Briefwahl kandidieren. 25 Personen für neun Plätze im neuen Gremium – darunter sechs junge Menschen im Alter von 16 bis 31 Jahren.

Jakob Sturm und Noah Färber (16) sind die Jüngsten. Beide sind als Messdiener und Lektoren aktiv. „Wir wollen uns für junge Leute in der Gemeinde einsetzen“, sagt Noah Färber aus Friedrichweiler. Jakob Sturm, der für den Pfarrbezirk Schaffhausen kandidiert, ergänzt: „Mit meiner Mutter habe ich schon Gottesdienste mit DJ organisiert. Das könnte es in Zukunft öfters geben, um die Messen moderner zu gestalten.“

Neben den neun gewählten Mitgliedern werden dem neuen Pfarrgemeinderat noch weitere fünf Personen angehören, die dazu berufen werden – Vertreter der Messdiener, der Frauengemeinschaft, des Kirchenchores, der Katholischen Arbeitnehmerbewegung (KAB).

„Wir brauchen alle Leute“, weiß Pastor Peter Leick. Daher sei er froh, dass ihm alle Kandidaten bestätigt hätten, in jedem Fall in den lokalen Teams mitarbeiten zu wollen.

Heißen wir jetzt alle

St. Wolfram?

Aus der Gemeinde höre er auch die ein oder andere Sorge mit Blick auf die Fusion: „Heißen jetzt alle Kirchen St. Wolfram? Finden nur noch in einer Kirche Gottesdienst statt?“ seien Fragen, mit denen die Gläubigen zu ihm kämen. „Nein“, versichert Leick. Jede Kirche behalte ihren Namen, auch an der Organisation der Gottesdienste ändere sich nichts. Das kirchliche Leben werde nicht an einem Ort zentralisiert.

Leick: „Die Entscheidung zur Fusion fiel im letzten März in allen Gremien einstimmig bei einer Enthaltung“.

„Wir hoffen auf eine hohe Wahlbeteiligung“, sagt die Wahlbeauftragte Ruth Beck. red./am

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