Wadern. Großer Erfolg für kleinen Independet-Verlag und Autor Peter Friedrich. Der Roman „Kafkarabesken“ oder „Die Ermittlungen“ ist nominiert für die Preise „Glauser“ und „Seraph“.
Der Roman „Kafkarabesken oder Die Ermittlungen“ von Peter Friedrich wurde gleich doppelt für wichtige Branchenpreise des Jahres 2026 nominiert. Das Werk steht sowohl auf der Shortlist für den Glauser-Preis in der Kategorie „Debüt“ als auch für den Phantastik-Preis Seraph in der Kategorie „Bestes Buch“.
Peter Friedrich wurde in Wadern geboren und war zuletzt im Rahmen der 22. Waderner Buchwoche live und in Farbe auf Einladung der Bücherhütte Wadern im Café Maigold zu sehen.
Er studierte Biologie in Freiburg, promovierte in Greifswald und lebt derzeit in Frankenthal/Rheinland-Pfalz. Bereits in seiner Jugend fand Friedrich, zunächst über die Malerei, zum Schreiben – für Erwachsene und Kinder. Seit 2009 veröffentlichte er zahlreiche Kurzgeschichten in Literaturzeitschriften. Peter Friedrich wurde für seine schriftstellerische Arbeit mehrfach ausgezeichnet. Zweimal war er Stipendiat des Förderkreises deutscher Schriftsteller in Baden-Württemberg, was zu seinen Debütroman „Kakfkarabesken“ führte, der im Verlag duotincta (Berlin) veröffentlicht wurde.
Dass ein Titel eines Independent-Verlags für zwei Preise nominiert wird, ist schon eine Seltenheit. Wenn der Verlag sich programmatisch Gegenwartsliteratur und das gelungene literarische Experiment auf die Fahnen geschrieben hat, dann ist es bemerkenswert, dass besagter Titel gleichzeitig in den Bereichen Krimi und Phantastik nominiert wird. Dieser Umstand mit Seltenheitswert unterstreicht Peter Friedrichs außergewöhnliche Erzählkraft.
In „Kafkarabesken“ muss der Ermittler einen mysteriösen Fall lösen: Franz K. ist spurlos verschwunden. Er spürt den Druck der Ermittlungsbehörde auf sich lasten, doch er hat keine Wahl. Der Fall wurde ihm zugewiesen. Mehr und mehr droht er sich nun in dem Labyrinth bizarrer Geschichten, die seine Ermittlungen ans Licht befördern, zu verlieren. Lauter lose Enden, die aber alle auf eine seltsame Art und Weise miteinander verwoben zu sein scheinen.
Kafkarabesken handelt von Ausgegrenzten, Suchenden, Scheiternden, Wütenden und Wehrlosen und einem Ermittler voller Scham und Schuld: Ein Kaleidoskop aus funkelnden Fetzen, aus zerfetzen Funken. Ein Steg ohne Geländer für alle, die tiefer als sonst in den Abgrund der conditio humana blicken möchten. Lesen auf eigene Gefahr!red./jb



