VTZ gelingt Befreiungsschlag

Die Ansprache scheint Früchte getragen zu haben. Foto: privat
Die Ansprache scheint Früchte getragen zu haben. Foto: privat - (Bild 1 von 1)

Zweibrücken. Es ist vollbracht. Im neunten Anlauf können die Handballer der VTZ den ersten Saisonsieg in der Oberliga-RPS erringen. In einer spannenden Partie bezwingen sie die HSG Völklingen mit 22:19 (9:9), müssen sich aber erneut den Vorwurf gefallen lassen sehr nachlässig mit den eigenen Chancen umgegangen zu sein, was aber keineswegs die überragende Leistung von Gäste-Torhüter Alexander Dreier schmälern soll. Bester Werfer der Partie war VTZ-Rückraumspieler Robin von Lauppert mit sieben Treffern. Mit dem Schlusspfiff erzielt VTZ-Linksaußen Hendrik Rolshausen den Endstand zum 22:19. Wer jetzt seitens der VTZ nach dem ersten Saisonsieg große Jubelarien erwartet hat, sah sich getäuscht. Die Freude viel verhalten aus, auch wenn man jedem die Erleichterung angemerkt hat. VTZ-Coach Kai Schumann ordnet ein: „Die Jungs haben extrem unter Druck gestanden und waren wie gelähmt durch die Situation. Das hat man gerade zu Beginn der Partie gemerkt“.

Die Gäste aus Völklingen, die auf ihren besten Torschützen Niklas Hoff verzichten mussten, legten los wie die Feuerwehr. Als die Bank der VTZ in der achten Minute die erste Auszeit nahm, lagen die Hausherren bereits mit 0:4 in Rückstand. Bis hierhin waren sie bereits vier Mal am ganz starken Alexander Dreier im HSG-Tor gescheitert. Den ersten Treffer für die VTZ erzielte Robin von Lauppert nach fast neun Minuten. Die VTZ fand zwar in der Folge immer besser in die Partie, blieb aber im Abschluss sehr schwach. Auch die Abwehr hatte nicht immer den gewohnten Biss und ermöglichte den Gästen immer wieder einfach Torerfolge. Bis zum 7:9 in der 21. Minute blieben die Gäste in Front. Ihnen sollte aber bis zum Halbzeitpfiff kein eigener Treffer mehr gelingen. Nach Treffern von Spielertrainer Philip Wiese und von Lauppert glichen die Zweibrücker in 24. Minute zu 9:9 aus. Aber auch ihnen sollte von da an kein Treffer mehr gelingen, obwohl mehr als genug Chancen da waren. Auch in der zweiten Halbzeit blieb die Partie sehr umkämpft, aber auch auf überschaubarem Niveau.

Umkämpft, aber auf

überschaubarem Niveau

HSG-Spieler Alexander Saunus brachte in der 32. Minute seine Farben ein letztes Mal in Führung (9:10). Der gute Thomas Jung im Zweibrücker Rückraum drehte die Partie mit einem Doppelschlag und brachte die Hausherren mit 11:10 (36.) in Front. Bis in die Schlussphase sollte es jetzt ein enges Kopf-an-Kopf-Rennen bleiben. Immer wenn die VTZ vorlegte, zogen die Gäste nach. Weder schaffte es die VTZ sich mal zwei Tore oder mehr abzusetzen, ebenso wenig die Gäste aus Völklingen mal selbst in Führung zu gehen. Gefühlt hatte die VTZ leichte Vorteile, ohne Profit daraus zu schlagen, was auch VTZ-Coach Kai Schumann so sah: „Ich glaube, wir hatten sie in unserer Abwehr besser im Griff als sie uns“.

Wie schon in der ersten Halbzeit vergaben die Rosenstädter immer wieder auch die besten Möglichkeiten und scheiterten am starken Dreier. Während er 20 Paraden verbuchen konnte, waren es auf Zweibrücker Seite zehn. Als die Völklinger in 54. Minute den Ausgleich zum 18:18 erzielten, hätte die Partie noch leicht in beide Richtungen kippen können. Doch dann machte sich Philip Wiese auf die Partie zu entscheiden. Mit drei blitzsauberen Toren aus dem Rückraum in Reihe erhöhte er auf 21:18.

Auch wenn man nach der Erfahrung einiger Spiele aus dieser Saison dem Braten noch nicht so recht trauen wollte, hielten sich die Saarpfälzer schadlos und gewannen am Ende mit 22:19.

Während sich Gäste-Trainer Alexander Hewener beim anschließenden Trainergespräch recht wortkarg zeigte und lediglich der VTZ zum Sieg gratulierte, zeigte sich Schumann erleichtert.

„Der Sieg ist sehr wichtig für uns. Es war heute sehr schwer und wir haben viel liegen lassen. Die Statistik sagt, dass wir insgesamt 27 Fehlwürfe hatten, was natürlich auch an der starken Leistung vom Torhüter der HSG gelegen hat“. Angesprochen auf die mitentscheidende Rolle von Philip Wiese sagt Schumann: „Qualität hat kein Ablaufdatum.“

Am 5. Dezember

gegen den TV Mülheim

Nach einer einwöchigen Pause empfangen die Zweibrücker am Sonntag, 5. Dezember, den TV Mülheim. Vielleicht gelingt es ihnen mit dem ersten Saisonsieg im Rücken direkt nachzulegen und sich so langsam aus dem Tabellenkeller zu arbeiten. red./jj

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