Vorsorgekonzept wird ausgearbeitet

Merzig. Vor dem Hintergrund, dass Naturkatastrophen immer häufiger auftreten werden, ist es der Kreisstadt Merzig wichtig, neben Hochwassergefahrenkarten auch flächendeckend Starkregengefahrenkarten für das gesamte Stadtgebiet zu erstellen. Diese Karten zeigen, wie das Regenwasser über Wald-, Wiesen- und Ackerflächen seinen Weg in die Siedlungsgebiete nimmt.

Begehungen in allen

Stadtteilen von Merzig

Da alle vom Computer berechneten Fließwege vor Ort verifiziert werden müssen, wird es bis zum Ende des Jahres in allen 17 Stadtteilen zu Begehungen kommen. Dabei werden kritische Bereiche besichtigt, die immer wieder von Überflutungen bei Hochwasser oder Starkregenereignissen betroffen sind. Ebenso werden die Bereiche überprüft, die bei der Computersimulation als kritisch erachtet wurden.

An der Begehung dieser kritischen Punkte werden Mitarbeiter der Stadtverwaltung, Ortsvorsteher, Vertreter der Freiwilligen Feuerwehr und Mitarbeiter des Ingenieurbüros eepi teilnehmen. „Parallel hierzu wird es Fachgespräche mit den zuständigen Stellen der Gefahrenabwehr und des Katastrophenschutzes, den Trägern der öffentlichen Infrastruktur sowie Vertretern der Land- und Forstwirtschaft geben“, fügt der Bürgermeister hinzu und ergänzt, dass aus den gewonnenen Erkenntnissen Starkregengefahrenkarten erstellt werden, die für jeden zugänglich im Internet veröffentlicht werden.

Handlungsbedarf

wird ermittelt

Im Rahmen einer Defizitanalyse werden die Gefährdung und das Risiko für alle kritischen Bereiche in den Stadtteilen qualitativ bewertet. Darauf basierend wird festgelegt, ob Handlungsbedarf besteht und welche Maßnahmen zur Schadens- und Risikominderung notwendig sind.

Für Bürgermeister Marcus Hoffeld ist die Vorsorge gegen Hochwasser und Starkregen auch eine Gemeinschaftsaufgabe, zu der die Kommune die entsprechenden Rahmenbedingungen schaffen muss. „Ein geeigneter Schutz vor Hochwasser und Starkregen kann nur unter aktiver Einbindung der Bürgerinnen und Bürger gelingen“, erklärt Hoffeld und lädt die Bevölkerung dazu ein, ihre Erfahrungen, Eindrücke und Vorschläge in die Erstellung des Konzeptes einzubringen.

Bürgerversammlungen

im ersten Quartal 2022

Vor diesem Hintergrund wird es voraussichtlich im ersten Quartal 2022 in den Stadtteilen auch Bürgerversammlungen geben, bei denen die Teilnehmer über die vorgesehenen Maßnahmen hinaus weitere Anregungen und Maßnahmen nennen können.

Anhand dieser Erkenntnis wird dann ein Konzept ausgearbeitet, das Darstellungen von potenziellen Gefährdungen aus Hochwassergefahrenkarten, Starkregenkarten, Ortsbegehungen sowie Maßnahmenvorschläge enthält.

Diese Ergebnisse werden abschließend dem Merziger Stadtrat vorgestellt, der die Entscheidung trifft, welche konkreten Maßnahmen umgesetzt werden sollen.

Bis zum dritten Quartal 2022 soll das Vorsorgekonzept fertiggestellt sein.red./tt

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