Von Placebos und Nocebos

Merzig / Hilbringen. Einen Online-Vortrag zu „Die Geschwister Placebo und Nocebo: Was machen sie mit uns? – Sicher mehr, als Sie denken…“ hält Prof. Dr. Matthias Strittmatter, Chefarzt der Neurologie am SHG-Klinikum Merzig, am Dienstag, 22. Juni, um 18 Uhr. Die Veranstaltung findet im Rahmen der Reihe „Prävention & Medizinische Behandlung für und in der Region Merzig-Wadern“ des SHG-Klinikums Merzig in Kooperation mit der CEB in Hilbringen statt.

Über die Wirkungsweise von Placebos ist inzwischen dank zahlreicher wissenschaftlicher Studien vieles bekannt. Placebos werden etwa in der wissenschaftlichen Erprobung neuer Medikamente als sogenannte „Kontrollgruppe“ eingesetzt. Dennoch gibt es immer noch erstaunliche Phänomene rund um das Placebo: Obwohl Menschen zum Beispiel wissen, dass sie ein Placebo einnehmen, entwickeln sie zum Teil schwerwiegende Nebenwirkungen.

Weniger bekannt, aber mit zum Teil fatalen Folgen, ist die Wirkung eines sogenannten Nocebos, dessen Wirkungsweise derzeit intensiv wissenschaftlich untersucht wird. Placebo und Nocebo haben viel mit zwischenmenschlicher Kommunikation zu tun, was nicht nur in der Arzt-Patienten-Beziehung viel zu selten beachtet wird: Worte können gut tun, sie können aber, wie der Volksmund weiß, auch tatsächlich „schmerzen“. Über beide Phänomene will Prof. Dr. Strittmatter – auch ein bisschen unterhaltsam – informieren.

Die Teilnahme ist kostenfrei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Der Vortrag wird über das Videokonferenzsystem BigBlueButton übertragen: pro.fairteaching.net/r/SHG-CEB. Der Link kann auf Anfrage per E-Mail zugesendet werden. Bei technischen Schwierigkeiten am Vortragsabend hilft die CEB weiter. Weitere Infos unter Tel. (0 68 61) 9 30 80, E-Mail info@ceb-akademie.de und www.ceb-akademie.de. red./tt

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