Vom Werkzeugmacher zum Werkzeug Gottes

Pfarrer Alexander Klein (r.) gratulierte Salesianerpater Bernhard Lauer zum Goldenen Priesterjubiläum. Foto: Allmannsberger
Pfarrer Alexander Klein (r.) gratulierte Salesianerpater Bernhard Lauer zum Goldenen Priesterjubiläum. Foto: Allmannsberger - (Bild 1 von 1)

Oberwürzbach. Kein großes Fest sollte es werden, eher im bescheidenen Rahmen stattfinden. So wollte der aus Oberwürzbach stammende Pater Bernhard Lauer in der Pfarrkirche Herz Jesu in seinem Heimatort sein Goldenes Priesterjubiläum begehen. Im Anschluss an die Messfeier hatten die Gottesdienstbesucher Gelegenheit, bei einem Empfang in der Unterkirche mit ihm ins Gespräch zu kommen. Zunächst erlernte Lauer den Beruf eines Werkzeugmachers, bevor er 1962 das Abendgymnasium in Neuss besuchte und im Spätberufenenheim der Salesianer in St. Michael Kaarst- Holzbüttgen im Rhein-Kreis Neuss wohnte. Nach dem Abitur begann er 1966 ein Noviziat der Oblaten des heiligen Franz von Sales, studierte nach der ersten Profess 1962 in Paderborn Philosophie und Theologie und wurde dort 1972 zum Priester geweiht. Im Lauf der Jahre war er als Präfekt, Kaplan und Pfarrer tätig, wurde 2010 Krankenhausseelsorger in Eichstätt. Im Jahr 2017 trat er in den Ruhestand, blieb im Salesianeum Rosental in Eichstätt. Dort übernimmt er aber immer noch Aushilfsdienste. „Ganz unvermutet ist man plötzlich 50 Jahre im Dienst Gottes“, meinte Bernhard Lauer beim Jubiläumsgottesdienst, den er zusammen mit dem Pfarrer der Pfarrei Heiliger Martin, Alexander Klein, zelebrierte, „Die Berufung zum Priester ist nur ein Teil. Eigentlich sind alle berufen, jeder in anderen Dingen. Die Kirchen hier oder in der Welt gehören zusammen. Ich bin überall zuhause und die Menschen brauchen Gott.“ „Er hat gelernt, mit Werkzeugen umzugehen und etwas zu produzieren“, stellte Pfarrer Klein in seiner Predigt heraus, „dann folgte der Ruf, seinen Weg zu ändern. Die Menschen sind Werkzeuge Gottes, Bernhard Lauer im Besonderen. So ist er vom Werkzeugmacher zum Werkzeug geworden.“ Dem Jubilar wünschte er Gottes Segen, Gesundheit und ein langes Wirken als leuchtendes Zeichen für das Wirken Gottes. all

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