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Vom Saarland auf die Philippinen

Bildunterschrift: Gemeinsam für Menschen ohne ausreichenden Zugang zu medizinischer Versorgung: Mitglieder der Surgical ­Mission Saarland im März 2026. Der Verein bereitet derzeit seine nächste chirurgische Hilfsmission auf Mindanao für das Jahr 2027 vor. Foto: Surgical Mission Saarland e.V.
Gemeinsam für Menschen ohne ausreichenden Zugang zu medizinischer Versorgung: Mitglieder der Surgical ­Mission Saarland im März 2026. Der Verein bereitet derzeit seine nächste chirurgische Hilfsmission auf Mindanao für das Jahr 2027 vor. Foto: Surgical Mission Saarland e.V. - (Bild 1 von 1)

St. Ingbert / Saarbrücken. Was mit einer medizinischen Hilfsmission auf einer kleinen philippinischen Insel begann, ist heute ein im Saarland verwurzelter gemeinnütziger Verein mit internationalen Projekten. Die Surgical Mission Saarland bringt Ärzte, Pflegekräfte, Fachleute aus Anästhesie und Rettungsdienst sowie weitere ehrenamtlich Engagierte zusammen. Ihr Ziel: Menschen medizinische Hilfe zu ermöglichen, die sonst keinen ausreichenden Zugang zu einer notwendigen Behandlung hätten.

Alles begann mit einem Einsatz auf der philippinischen Insel ­Siquijor. Während des vierwöchigen Aufenthalts wurden mehr als 140 Patienten kostenlos operiert. Gleichzeitig unterstützte das Team den Aufbau eines Rettungsdienstes nach deutschen Standards. Aus dieser ersten Mission entwickelte sich eine dauerhafte Initiative und schließlich ein gemeinnütziger Verein mit Sitz in Saarbrücken.

In den folgenden Jahren kehrten Teams der Surgical Mission auf die Philippinen zurück. Weitere Einsätze führten erneut nach ­Siquijor und später auf die Insel Mindoro, wo Patienten gemeinsam mit einheimischen Fachkräften kostenlos behandelt wurden. Nach dem verheerenden Taifun Haiyan leistete ein Team kurzfristige medizinische Hilfe in Tanauan. Neben den Operationen gehörten zunehmend auch Fortbildungen, Patiententransporte und die Unterstützung lokaler Versorgungsstrukturen zur Arbeit des Vereins.

Hilfe in Afrika, Europa und im Saarland

Die Arbeit der Surgical Mission blieb nicht auf die Philippinen beschränkt. Im Jahr 2017 beteiligte sich ein Team im St. Gabriel‘s Hospital in Namitete in Malawi an der geburtshilflichen Versorgung und Betreuung von Schwangeren. Seit 2022 unterstützt der Verein Menschen aus der Ukraine mit Hilfsgütern und medizinischer Versorgung. Auch im Saarland selbst waren Mitglieder aktiv: In der Landesaufnahmestelle Lebach halfen sie bei der medizinischen Versorgung von Geflüchteten und beim Aufbau einer Hebammensprechstunde.

Philippinenfest in St. Ingbert

Gemeinsam mit der Philippine Cultural Organization of Saarland (PCOS) feiert die Surgical Mission Saarland ihr Jubiläum. Anlässlich dieses Jubiläums findet am Samstag, 12. September, lädt das Philippinenfest unter dem Motto „Zehn Jahre Surgical Mission Saarland e. V.“ in der Stadthalle in St. Ingbert statt.

Besucher erwartet ein Abend mit philippinischem Essen, traditionellen Tänzen und Live-Musik. Das Fest bietet zugleich Gelegenheit, die Menschen hinter dem Verein kennenzulernen und mehr über bisherige Einsätze sowie geplante Projekte zu erfahren. Karten sind über Josy Hahn oder Dennis Borces per E-Mail d.borces@surgicalmissionsaarland.onmicrosoft.com erhältlich.

Nächste Mission auf Mindanao

Das Fest richtet den Blick zugleich nach vorn: Für 2027 bereitet die Surgical Mission Saarland einen neuen chirurgischen Einsatz auf Mindanao vor. Gesucht werden Fachkräfte aus Pflege, Anästhesie, Geburtshilfe und Rettungsdienst sowie Unterstützung in Organisation, Logistik und Öffentlichkeitsarbeit.

Weitere Informationen gibt es unter www.surgical-mission-saarland.org jb

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