Vieles geht mittlerweile online

Heiligenwald. Das vergangene Jahr war vermutlich für jeden turbulent und unberechenbar. Auch die Vereine standen vor ungewohnten Herausforderungen, da macht der TV Heiligenwald keine Ausnahme.

Zu Beginn der Pandemie war der Sportbetrieb zeitweise komplett untersagt. Im Laufe des Jahres war es dem Verein jedoch wieder möglich, zum Teil zu trainieren. Die Abteilungen zeigten sich diesbezüglich sehr kreativ. Kurzerhand wurden Outdoor Trainings auf dem Versehrtenplatz oder dem Sportplatz in Heiligenwald organisiert. Ein großer Dank gilt hier den engagierten Trainern wie auch den Vereinen, die dem TVH ihre Plätze zur Verfügung gestellt haben.

Zusätzlich kümmerte sich der TVH um ein sicheres Hygienekonzept, unter dessen Einhaltung die Abteilungen auch in den Herbstmonaten in der Jahnturnhalle trainieren konnten.

Nach den warmen Monaten folgte dann der Rückschlag: der zweite Lockdown verhinderte erneut den Sportbetrieb. Insbesondere für den Kinder- und Jugendsport war das zu bedauern. Freunde treffen, fit bleiben und seine sportlichen Ziele erreichen… In all diesen Dingen konnte der TVH seine jungen Sportlern nicht wie gewohnt unterstützen.

Doch der Verein bemühte sich weiterhin und tat sein Bestes, um seine Mitglieder nicht im Stich zu lassen oder gar zu enttäuschen. Für die Abteilung Zumba® konnten – dank Engagement und Herzblut von Trainerin Ina Müller – innerhalb einer Woche alle Kurse online abgehalten werden. Nach anfänglichen technischen Schwierigkeiten nahmen die Teilnehmerinnen das Angebot gerne an und waren froh, wieder mit „zumbieren“ zu können und ein Stück Normalität zurück zu gewinnen.

Mittlerweile hat der Turnverein auch in anderen Abteilungen nachgelegt und bietet von Montag bis Freitag täglich mehrere Kurse online an wie „Bewegung hält dich fit“, Ganzkörper-Workout, Fitnessgymnastic, Zumba®, Zumba Sentao™, Zumba® Kids und Strong Nation™.

Neben diesen positiven Entwicklungen verzeichnet der Verein jedoch aufgrund von Aufwendungen für Hygiene, Technik und wegen sonstiger laufender Kosten fortwährend Mehrausgaben.

Veranstaltungen und Soziales

Die üblichen Termine des TVH wie das jährliche Zeltlager, das Muschelessen oder der Oldie-Abend konnten der Pandemie wegen 2020 nicht stattfinden. Außerdem waren sämtliche Veranstaltungen, an denen der TVH sonst aktiv mitwirkt, abgesagt.

Aufgrund der getroffenen Hygiene- und Schutzmaßnahmen war es dem Verein möglich, die im April ausgefallene Veranstaltung mit Maxim Maurice nachzuholen. An einem Herbstwochenende konnten sich die Zuschauer von dem Künstler verzaubern lassen, während Maxim Maurice für ein paar unterhaltsame Stunden Corona (zumindest aus den Gedanken der Gäste) verschwinden ließ.

Zwar fiel die Weihnachtsfeier des Vereins aus, gleichwohl mussten die Kinder nicht auf ihre Geschenke verzichten. Der Nikolaus hatte an sie gedacht und beim Vorstand die Geschenke hinterlassen. Der Vorstand brachte die Päckchen mit schönen Vereins-T-Shirts zu den Familien nach Hause, welche die Kinder mit einem großen Lächeln entgegen nahmen.

Darüber hinaus fehlte es ebenso wenig an vorweihnachtlicher Stimmung in Heiligenwald. Denn der Vorstand schmückte dieses Jahr mal nicht die Turnhalle mit Lametta, Christbaumkugeln und Co., aber dafür ein Tannenbäumchen am Itzenplitzer Weiher, das im weihnachtlichen Glanz erstrahlte und die Spaziergänger erfreute.

Herausforderungen

Zum einen bescheren die Einschränkungen dem Verein finanzielle Einbußen, denn Einnahmen aus Verpachtung oder den oben genannten Veranstaltungen fehlen gänzlich. Auch in diesem Jahr ist davon auszugehen, dass einige Veranstaltungen wie zum Beispiel Fasching ausfallen werden.

Zum anderen haben die abgesagten Termine zur Folge, dass der persönliche Kontakt zu den Mitgliedern nur sehr eingeschränkt möglich ist. Gerade das fehlt enorm: hier und da auf einem Fest einen kleinen Plausch halten, sich über Neuigkeiten im Verein und im Ort austauschen, gemeinsam anstoßen und in gemütlicher Runde eine ausgelassene Zeit miteinander verbringen…

Nicht nur für die Erwachsenen ist das schwierig. Die Kinder- und Jugendarbeit kann so nicht fortgeführt werden, obwohl diese sowohl für die Entwicklung als auch für den Erwerb grundlegender sportlicher als auch sozialer Kompetenzen besonders wichtig wäre.

Fazit

In den kommenden Monaten wird der Verein den bevorstehenden Herausforderungen mit Hoffnung, Ehrgeiz und Ausdauer entgegentreten, um das Beste für sein Fortbestehen und seine Mitglieder zu erreichen.

red./eck

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