Vernetzung des kulturhistorischen Erbes

Oberbürgermeisterin Christiane Blatt und Lauterbachs Ortsvorsteher Dieter Peters freuen sich gemeinsam mit Emanuel Schuler (Bürgermeister von Spittel) über die Bescheidübergabe von Umweltminister Reinhold Jost (Mitte). Foto: Stadt / Feß
Oberbürgermeisterin Christiane Blatt und Lauterbachs Ortsvorsteher Dieter Peters freuen sich gemeinsam mit Emanuel Schuler (Bürgermeister von Spittel) über die Bescheidübergabe von Umweltminister Reinhold Jost (Mitte). Foto: Stadt / Feß - (Bild 1 von 1)

Lauterbach. Das in die Jahre gekommene Bergmannsdenkmal in Lauterbach wird saniert. Das Ministerium für Umwelt und Verbraucherschutz gewährt eine Projektförderung in Höhe von 85 Prozent aus Mitteln des Landes, des Bundes und der Europäischen Union. Der saarländische Umweltminister Reinhold Jost übergab den Zuwendungsbescheid offiziell an Völklingens Oberbürgermeisterin Christiane Blatt.

Das Bergmannsdenkmal befindet sich auf dem Gelände der Kirchengemeinde Heilig Kreuz, nordwestlich des Warndtdoms. Es erinnert an das Grubenunglück von 1876 im französischen Bergwerk Spittel, bei dem insgesamt 35 französische und deutsche Bergleute ums Leben kamen. „Ich bin sehr froh, dass wir dank dieses Förderbescheides ein wichtiges Bergmannsdenkmal sanieren können. Es wird regelmäßig auch von ehemaligen französischen Bergleuten besucht und trägt damit zur Vernetzung des kulturhistorischen Erbes zwischen Deutschland und Frankreich bei“, bedankte sich Blatt.

Neogotischer Stil

Das Sandsteindenkmal wurde von dem Bildhauer Guldner von Berus in neogotischem Stil erbaut. Bemerkenswert sind die Wappenschilder des königlich-preußischen Bergbaus, eine Königskrone, darunter gekreuzte Schlegel und Eichenlaub. In den vergangenen Jahren ist es sehr stark verwittert, so dass eine Sanierung dringend erforderlich ist. Die Figuren der Heiligen Barbara und des Heiligen Jakobus sollen im Zusammenhang mit der Maßnahme rekonstruiert und wieder ersetzt werden. Diese wurden vor einigen Jahren entwendet.

Die Denkmalrechtliche Genehmigung durch das Landesdenkmalamt zur Sanierung wurde im Dezember 2019 erteilt. Nach der Übergabe des Förderbescheids in Höhe von 57337 Euro soll eine zügige Vergabe der Aufträge zur Sanierung erfolgen. Das Ministerium für Inneres, Bauen und Sport hat zusätzlich noch eine Bedarfszuweisung von 3373 Euro gewährt.

Die Arbeiten am Bergmannsdenkmal werden in Abstimmung mit dem Landesdenkmalamt und den Denkmalstellen des Bistums Trier ­durchgeführt.red./dos

Eigenen Artikel verfassen Schreiben Sie Ihren eigenen Artikel und veröffentlichen Sie ihn auf wochenspiegelonline.de