Verkehrssicherungsarbeiten

Rieschweiler-Mühlbach. Dank ihres beeindruckenden Erscheinungsbilds wurde die in Rieschweiler-Mühlbach, nördlich des Sportplatzes der SG Rieschweiler stehende Stiel-Eiche bereits vor knapp 40 Jahren, am 22. April 1983, als Naturdenkmal ausgewiesen.

Seit diesem Tag trägt der Baum den zutreffenden Namen „Dicke Eiche, Rieschweiler“.

Im Frühjahr dieses Jahres zeichnete sich jedoch ab, dass die Eiche ihr Lebensalter erreicht hat. „Die ohnehin spärlich begrünte Krone verkahlte im weiteren Jahresverlauf merklich“, stellte die Untere Naturschutzbehörde der Kreisverwaltung Südwestpfalz fest. Die Behörde informierte daraufhin die Ortsgemeinde und beauftragte einen Baumsachverständigen den Baumzustand zu begutachten.

Das Ergebnis ist wenig erfreulich: der Baum lebt nicht mehr. Starker Pilz- und Insektenbefall sind bereits vorhanden, weshalb ausgeschlossen werden kann, dass sich der Baum nochmals erholt. Auch während des Absterbeprozesses, der zum natürlichen Lebenszyklus eines jeden Baumes gehört, ist eine solch mächtige Eiche Lebensraum für verschiedenste Tierarten. Aufgrund der Lage zum angrenzenden, regelmäßig frequentierten Weg sind jedoch Verkehrssicherungsmaßnahmen unumgänglich.

„Angesichts des hohen ökologischen Wertes wird der Baum aber nicht gefällt, sondern lediglich die Krone stark zurückgeschnitten. Der Hauptstamm bleibt vorerst stehen“, teilt die Untere Naturschutzbehörde mit.

Baumhöhlen bleiben erhalten

So bleiben zumindest die ökologisch hochwertigen Baumhöhlen noch einige Zeit erhalten. Sie können weiterhin ihre Lebensraumfunktion erfüllen und von Käfern, Vögel oder Fledermäusen besiedelt werden. Die Arbeiten werden voraussichtlich in den kommenden Tagen erfolgen. red./jj

Eigenen Artikel verfassen Schreiben Sie Ihren eigenen Artikel und veröffentlichen Sie ihn auf wochenspiegelonline.de