Verfolgungsfahrt mit Verkehrsunfall

Zweibrücken / Limbach. Am 19. Juni gegen 6.45 Uhr führten Beamte der Bundespolizeiinspektion Kaiserslautern in Hornbach eine Grenzkontrolle anlässlich der Fußball-EM durch. Der Fahrer eines grünen Audi A6 ignorierte die Anhaltezeichen der Polizisten und flüchtete mit stark überhöhter Geschwindigkeit und teils waghalsigen Fahrmanövern vor dem verfolgenden Streifenwagen. Die Verfolgungsfahrt führte von Hornbach in Richtung Flugplatz Zweibrücken und anschließend auf die BAB 8 in Richtung Saarland. An der Anschlussstelle Einöd verließ der Fahrer die Autobahn, um anschließend über Ingweiler, Wörschweiler und Schwarzenacker erneut in Einöd auf die Autobahn in Richtung Neunkirchen aufzufahren. An der Anschlussstelle Kohlhof wurde die Autobahn erneut verlassen. Die weitere Fahrt führte über Furpach zum Schwimmbad Lakai, wo der Pkw gewendet wurde und zurück in Gegenrichtung über Furpach, Bayrisch Kohlhof nach Limbach geführt wurde.

Ortseingangs verlor der Fahrer gegen 7:.5 Uhr die Kontrolle über seinen Pkw und kollidierte mit einem linksseitig geparkten Pkw und einer Begrenzungsmauer. Zwei Insassen flüchteten zu Fuß vor den unmittelbar eintreffenden Beamten der Polizei Homburg. Einen dritten Mitfahrer ließen sie im verunfallten Fahrzeug zurück. Im Rahmen umfangreicher Fahndungs- und Suchmaßnahmen, durch hinzugezogene Kräfte der Polizeiinspektionen Bundespolizei Saarbrücken, Neunkirchen und St. Ingbert, der Hundestaffel und der Drohneneinheit der Bereitschaftspolizei, konnten die beiden flüchtigen Fahrzeuginsassen nach dreistündiger Suche im Wohngebiet in Limbach aufgespürt und festgenommen werden. Bei den drei festgestellten Insassen handelt es sich um einen 21- und einen 24-Jährigen aus Homburg sowie einen 22-Jährigen aus Limbach. Alle drei wurden leicht verletzt. Gegen die Tatverdächtigen wurden Ermittlungsverfahren wegen Gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr, Verbotene Kraftfahrzeugrennen, Unfallflucht und weiterer Tatbestände eingeleitet. Das genutzte Fahrzeug war weder zugelassen noch versichert und mit gestohlenen Kennzeichen versehen. Der 21-Jährige, der der Polizei wegen zahlreicher Eigentums- und Verkehrsdelikte bekannt ist, gab an, den Pkw geführt zu haben. Wegen des Verdachts auf Beeinflussung durch Betäubungsmittel wurden zur Feststellung der Fahrtüchtigkeit Blutentnahmen durchgeführt. Der unfallverursachende Pkw sowie der geparkte Pkw erlitten einen Totalschaden. Ein weiterer geparkter Pkw wurde durch Trümmerteile beschädigt. Zeugen werden gebeten, sich bei der Polizeiinspektion Homburg unter Tel. (0 68 41) 10 60, zu melden. red./jj

  • Jetzt teilen:

Eigenen Artikel verfassen Schreiben Sie Ihren eigenen Artikel und veröffentlichen Sie ihn auf wochenspiegelonline.de