Tischlein-deck-dich im Pfarrgarten

Völklingen. 1200 Jahre – von der bäuerlichen Ansiedlung Fulcolingas (erste urkundliche Erwähnung im Jahr 822) bis zur zweitgrößten Stadt des Saarlandes, von den Kelten bis zur Vielvölkerstadt – Völklingen hat sich durch die Jahrhunderte immer wieder gewandelt.

Die 1200-Jahrfeier ist ein Anlass, sich bewusst zu werden, welch hohes und nicht selbstverständliches Gut der Frieden ist, der Frieden mit den Nachbarn und untereinander und dass es sich lohnt, sich aktiv dafür einzusetzen.

Wobei könnte man sich besser begegnen, einander kennenlernen, Toleranz und Frieden weiter einüben als bei einem gemeinsamen Essen? Diese Frage aufgreifend, hat sich eine Initiative von Muslimen, Aleviten, Christen und Vertretern der Bahai unter der Führung von Pfarrer Klaus Köhler (Evangelische Versöhnungskirchengemeinde) daran gemacht, eine solche Zusammenkunft zu organisieren. Und so ergeht an alle Völklinger am Sonntag, 3. Juli, die Einladung zum ersten interreligiösen Friedensmahl.

Für diesen gemeinsamen Gratis-Schmaus werden die Tische gedeckt im Pfarrgarten der Katholischen Kirche St. Eligius. Von 15 bis 17 Uhr gibt es pikant-salziges Gebäck sowie Kuchen, Kaffee, Tee und Wasser. Vor dem Essen sprechen Christen ein Segensgebet, Muslime danken Gott am Ende für die guten Gaben.

Alle Gäste werden gebeten, sich einen Teller, eine Tasse oder ein Glas sowie eine Gabel mitzubringen. Jeder möge bitte ein weißes Kleidungsstück tragen, ein weißes Hemd, eine weiße Bluse, ein weißes Kopftuch oder was auch immer, um mit dieser Kleiderwahl und Farbgebung zweierlei zu symbolisieren: die Verbundenheit miteinander und die universelle Sehnsucht nach Frieden.

Das Duo Thomas Aiff und Monika Schwanengel von den Bahai wird die Gäste mit Gesang und Gitarrenklang unterhalten, ebenso wie der junge katholische Kantor Jonas Mayer am Klavier und auch ein Saz-Spieler will unentgeltlich auftreten.

Die Kinder können bunte Mandalas auszumalen, ein Bild zum Thema Frieden gestalten, gemeinsamen Herumtollen und Spielen.

Sollte es regnen, wird die große Tafel kurzerhand im Foyer der Kirche St. Eligius aufgebaut. red./dos

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