Siersburg. ADAC Saarland Förderpilot Timo Schulz (26, Siersburg), der für das ADAC Opel Rally Junior Team startet, konnte bei der Rally di Roma Capitale einen Podestplatz einfahren.
Nach elf strapaziösen Wertungsprüfungen über 197 Kilometer und einer grandiosen Aufholjagd nach einem Reifenschaden, fuhren Schulz und seine Co-Pilotin Maresa Lade (33, Osnabrück) im Opel Corsa Rally 4 als Zweitplatzierte über die Zielrampe und behaupteten damit ihre Zwischenführung in der Gesamtwertung der Junior European Rally Championship 2026.
Erwartungsgemäß hielt die Asphalt-Rallye rund um die italienische Hauptstadt einige Tücken bereit. Zunächst lief alles nach Plan – ab der zweiten Wertungsprüfung setzte sich Schulz an die Spitze des insgesamt 42 Rally-4-Autos umfassenden Teilnehmerfelds. Doch schon in der nächsten Prüfung zeigte sich, wie dicht Freud und Leid im Rallyesport beisammen liegen. Auf WP6 traf er einen Stein, was einen Reifenschaden zur Folge hatte.
Schulz und Lade rumpelten die letzten fünf Kilometer auf der rechten vorderen Felge ins Ziel der Prüfung und verloren dadurch gut eine Minute. Doch die Beiden gaben sich nicht geschlagen, schoben sich mit drei Bestzeiten in den letzten Prüfungen vom fünften wieder auf den zweiten Rang vor und verkürzten dabei sukzessive den Rückstand auf Leader Davide Pesavento.
Am Ende rettete der Italiener den Sieg zwar ins Ziel, aber mit Rang 2 behält Timo Schulz die Führung in der JERC-Fahrerwertung. Nach der Zieldurchfahrt zeigte er sich zufrieden: „Wir waren das ganze Wochenende über die Schnellsten, konnten alles kontrollieren. Trotz des Plattfußes noch Zweiter zu werden, ist ein tolles Ergebnis und gut für die Meisterschaft. Natürlich ist etwas Herzschmerz dabei, weil wir vor dieser fantastischen Kulisse gerne als Sieger über die Zielrampe gerollt wären. Aber alles in allem können wir den nächsten Rallyes positiv entgegenblicken.“ Der dritte Lauf zur Junior European Rally Championship findet in drei Wochen in Polen statt. Auch der Wettbewerb rund um Katowice geht auf Asphalt über die Bühne. Für Schulz steht allerdings in der Woche davor zunächst das dritte Kräftemessen im ADAC Opel GSE Rally Cup auf dem Programm. Dann treffen die elektrischen Opel Mokka GSE im Rahmen der Rallye Weiz in der Steiermark aufeinander. red./jb



