Tennisbund mit starkem Mitgliederzuwachs

Saarbrücken. „Auch wenn trotz all unserer gegenteiligen Bemühungen die öffentlichen und privaten Tennishallen weiterhin geschlossen sind, habe ich doch eine frohe Botschaft für den saarländischen Tennissport im Besonderen und den Sport im Lande im Allgemeinen: Die Zahl der Tennis-Spielerinnen und -Spieler hat in 2020 um mehr als zwei Prozent zugenommen!“ Diese erfreuliche Feststellung, so der Präsident des Saarländischen Tennisbundes, Dr. Joachim Meier, sei das Ergebnis der aktuellen Bestandserhebung.

„Das beweist, dass der Tennissport gerade in Zeiten der Corona-Pandemie seine Attraktivität gesteigert hat“, stellte Meier weiter fest. Und appellierte zugleich erneut an die politisch Verantwortlichen im Saarland, die Öffnung der Tennishallen zu ermöglichen. Dass dabei die geltenden AHA-Regeln eingehalten und die Hallen und Plätze stets nur mit Mundschutz betreten werden, verstehe sich von selbst. Zumal von Seiten des Tennis-Verbandes nur Einzel-Spiele erlaubt sind. „Wir verweisen in diesem Zusammenhang auf die Befürchtungen „möglicher gesundheitlicher Langzeitfolgen“, die der Vorstand der IKK Südwest, Prof. Dr. Jörg Loth, beim andauernden Verbot von Sport und Gesundheitstraining in den dafür vorhandenen Einrichtungen kürzlich geäußert hat.“

Der Appell des Saarländischen Tennisbundes richtet sich insbesondere an das Sportministerium. Meier weiter: „Wir gehen zuversichtlich davon aus, dass unser zuständiger Minister und sein Team zeitnah ein erstes Konzept zur Wiederaufnahme des Sportbetriebs ausarbeiten und dem gesamten Saarsport zur Verfügung stellen werden.“ Zumal die in den letzten Monaten gemachten Erfahrungen deutlich machen würden, dass auf den Sport und auf die Anbieter von Sport allgemein eine immense Belastung bei der Aufarbeitung der Pandemie zukäme, um möglichen negativen Auswirkungen der Heimarbeit und hier insbesondere des Homeschooling begegnen zu können. „Wir brauchen diese gemeinsame Herangehensweise, wenn wir die mit den Einschränkungen der letzten Zeit verbundene soziale und gesellschaftliche Isolation auffangen wollen.“ Den erfreulichen Mitgliederzuwachs von 2,5 Prozent könne man durchaus als „eine Abstimmung mit den Füßen“ betrachten.

Dass die jährliche Bestandserhebung der Vereine des Saarländischen Tennisbundes für das so schwierige Jahr 2020 erstmals seit zwei Jahrzehnten einen Zuwachs hat errechnen können, werten die Verantwortlichen als ein Zeichen, dass ihre „kontaktlose Distanzsportart“ von den sportbegeisterten Saarländerinnen und Saarländern offensichtlich als eine sinnvolle Alternative zu anderen Sportarten bewertet wird.

Die Vereine hätten den wachsenden Zulauf durch eine Verlängerung der Freiluftsaison bis in den Dezember hinein begünstigt. „Dieses Angebot wurde dank der guten Wetterverhältnisse gerne angenommen. Bei einer entsprechenden Wetterlage könnte

bereits im Laufe des Februar, spätestens Anfang März, eine Wiederaufnahme des Trainingsbetriebs im Freien vorbereitet werden. Unbeschadet dessen bleibt es beim geplanten Start des Ligabetriebs im Monat Mai.red./tt

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