Tatort-Kommissarin kommt nach Merzig

Andrea Sawatzki stellt ihren Roman „Brunnenstraße“ in Merzig vor. 
 Foto: Jeanne Degraa
Andrea Sawatzki stellt ihren Roman „Brunnenstraße“ in Merzig vor. Foto: Jeanne Degraa - (Bild 1 von 1)

Merzig. Tatort-Kommissarin Andrea Sawatzki kommt zum Saarländischen Literaturfestival nach Merzig. Am Sonntag, 4. Dezember, 11 Uhr, liest die Schauspielerin und Autorin in der Stadthalle aus ihrem Buch „Brunnenstrasse“.

In ihrem autofiktionalen Roman schildert Savatzki ihre Lebensgeschichte als Kind und Jugendliche – eindringlich und sehr persönlich.

„Brunnenstraße“ beschreibt Sawatzkis Wechselbäder der Gefühle in einer ungewöhnlichen Vater-Tochter-Beziehung.

Karten sind im Ticket Büro der Stadthalle Merzig und in allen Ticket-Regional Vorverkaufsstellen erhältlich. Info unter Tel. (0 68 61) 9 36 70. .

Die Autorin teilt ihre Kindheit in zwei Hälften – das Leben bis zu ihrem achten Geburtstag, das sie in der provinziellen Idylle Süddeutschlands verbrachte, und die Jahre, bis sie 15 wurde.

Es ist die intensive und von ihr ungeschminkt dokumentierte Zeit mit ihrem Vater: Der erfolgreiche Journalist Günther Sawatzki entschließt sich in den frühen Siebzigerjahren, endlich seine Geliebte zu sich zu holen – Andreas Mutter. Doch bald stellt sich heraus, dass dieser so charmante und gebildete Mann schwer krank ist und auch seinen Beruf nicht länger ausüben kann. Das Geld wird knapp, die Mutter muss als Nachtschwester arbeiten. Und die nicht einmal zehnjährige Andrea kümmert sich um den dementen Vater, der launisch, ungeduldig und jähzornig ist. Zwischen den beiden einander immer noch fremden Menschen entspinnt sich ein geheimes Leben von Nähe und Zuneigung, Hass und vollkommener Hilflosigkeit. Bis es schließlich zu einem unausweichlichen Ende kommt.

In pointierten Szenen fängt Andrea Sawatzki die Siebzigerjahre ebenso bildkräftig ein wie ihre Gefühle als junges Mädchen, das zwischen Hoffnung und Überforderung um ihr eigenes Leben kämpft. red./am

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