Saarland. Zum 1. August sanken die Kita-Elternbeiträge im Saarland auf 5 Prozent der Personalkosten. Dies ist der dritte von insgesamt vier Schritten im Rahmen des im Mai 2023 vom Landtag beschlossenen „Beitragsfreien-Kita-Gesetzes“. Seit 2022 sind die Beiträge somit um mehr als 60 Prozent verringert worden. Bis zum 1. Januar 2027 werden sie auf null gesunken sein.
Bildungsministerin Christine Streichert-Clivot: „Bildung mit Anspruch bedeutet für uns mehr als Verlässlichkeit und Werteorientierung. Es bedeutet, allen Kindern beste Chancen zu ermöglichen, unabhängig vom Geldbeutel ihrer Eltern. Bildungsgerechtigkeit und echte Chancen für alle Kinder sind kein Widerspruch zu Leistung und Verantwortung – im Gegenteil: Sie sind die Grundlage für eine starke Gesellschaft und eine leistungsfähige Wirtschaft.“
Die Kita-Elternbeiträge sind Anteile an den Kita-Personalkosten, die durch die Eltern getragen werden. Das Land übernimmt damit einen immer größeren Anteil der Personalkosten, während Eltern entlastet werden.
Für eine Familie im Regionalverband Saarbrücken mit zwei Kindern – einem im Krippen- und einem im Kindergarten-Ganztagsplatz – beispielsweise, bedeutet die Beitragsfreiheit eine Entlastung von rund 3 300 Euro pro Jahr im Vergleich zu 2021.
Bis zum vollständigen Abbau der Kita-Beiträge zum 1. Januar 2027 schafft das Saarland aber nicht nur eine spürbare finanzielle Entlastung für Familien, sondern stärkt auch die frühkindliche Bildung als zentrale Säule für Chancengerechtigkeit, bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf sowie die wirtschaftliche Zukunftsfähigkeit des Landes.
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