Stark für die Kultur über Jahrzehnte

Aufsichtsratsvorsitzenden Jürgen Fried (rechts) und Geschäftsführer der Kulturgesellschaft Markus Müller verabschieden Ursula Weis-Gräber wurde aus dem Aufsichtsrat der Kulturgesellschaft. Foto: Christina Krämer
Aufsichtsratsvorsitzenden Jürgen Fried (rechts) und Geschäftsführer der Kulturgesellschaft Markus Müller verabschieden Ursula Weis-Gräber wurde aus dem Aufsichtsrat der Kulturgesellschaft. Foto: Christina Krämer - (Bild 1 von 1)

Neunkirchen. Die landesweit bekannte Kultur-Förderin Ursula Weis-Gräber hat dieser Tage zum letzten Mal an einer Sitzung des Aufsichtsrats der Neunkircher Kulturgesellschaft teilgenommen. Dabei wurde sie vom Aufsichtsratsvorsitzenden Jürgen Fried und dem Geschäftsführer der Kulturgesellschaft Markus Müller würdig verabschiedet.

Die 80-jährige gebürtige Wiebelskircherin hat sich über Jahrzehnte in unterschiedlichen Gruppen und Gremien für die Kultur engagiert. So ist sie seit 1975 Mitglied des Theater- und Spielvereins „die Kulisse“, dort war sie bis Mitte der 90er Geschäftsführerin. Über Jahrzehnte hat sich Ursula Weis-Gräber im Kulturverein in Neunkirchen im Vorstand und als Vorsitzende, sowie im Vorstand des Förderkreises Städtische Galerie eingebracht. Im Aufsichtsrat der Neunkircher Kulturgesellschaft ist sie von Anfang an, sprich seit der Gründung 1995, aktiv, lange Zeit als stellvertretende Vorsitzende.

In all diesen Jahrzehnten hat sie bei keiner einzigen Sitzung gefehlt. Allein dies ist schon ein untrügliches Zeichen für ihren Einsatz für die Kultur in, aus und für Neunkirchen, so der Aufsichtsratsvorsitzende Jürgen Fried. Sogar ein Treppensturz vor einigen Jahren konnte sie nicht davon abhalten, Stunden nach dem Sturz unter großen Schmerzen an der Sitzung teilzunehmen. Dies war seinerzeit wichtig, sonst wäre der Aufsichtsrat nicht beschlussfähig gewesen.

Saarlandweite

Vorbild-Funktion

All das hat sogar saarlandweite Vorbild-Funktion. So hat sie von Ministerpräsident Tobias Hans die Ehrenamtsnadel des Saarlandes überreicht bekommen für ihre 45 Jahre Verdienste um Neunkircher Künstler und Kunst.

Bei all ihrem ehrenamtlichen Engagement stand immer der Mensch im Vordergrund. Zum einen die Menschen, die die Kultur in, aus und für Neunkirchen machen und ermöglichen, sowie die Menschen, die Kultur genießen und wahrnehmen. Dafür war sie auch im Aufsichtsrat eine aktive Fürsprecherin, immer geradeaus und auch ohne – wenn es nötig war – kritische Worte zu scheuen. Zum anderen aber auch ihre menschliche, herzliche und humorvolle Art die Dinge anzugehen und zu betrachten, so Jürgen Fried. „Dies wird uns hier im Gremium sicher fehlen. Ich bin mir aber sicher, dass sie der Kultur die Treue halten werden, dann mehr als Gast, ohne Zwänge und ehrenamtliche Verpflichtungen“.

Ursula Weis-Gräber bedankte sich für diese persönlichen Abschiedsworte. Mit 80 Jahren wolle sie es ruhiger angehen. Aus dem Aufsichtsrat scheide sie aber mit einem guten Gefühl aus, da sie die Kulturgesellschaft seit gut zwei Jahren endlich wieder in guten Hände wisse. red./hr

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