Star-Architekt Gottfried Böhm verstorben

Saarbrücken. Der Regionalverband Saarbrücken trauert um den Architekten Gottfried Böhm, der im Alter von 101 Jahren verstorben ist.

Gottfried Böhm zeichnet für die Renovierung des Saarbrücker Schlosses in den 1980er-Jahren verantwortlich. Er entwarf dabei auch den modernen Mittelrisaliten aus Glas und Beton. Darüber hinaus hinterließ Böhm zahlreiche weitere architektonische Fußspuren.

Zunächst prägte er ab den 1950er-Jahren mit Kirchenbauten wie St. Albert in Saarbrücken, St. Hildegard in Sulzbach oder St. Ludwig in Saarlouis das Saarland. Internationalen Ruhm brachten dem Kölner spätestens der Nevigeser Wallfahrtsdom in Velbert und das Bensberger Rathaus. Ab den 1970er-Jahren konzentrierte er sich dann auf öffentliche Gebäude und städtebauliche Projekte. So entstanden nach seinen Plänen in Saarbrücken das Bürgerhaus Dudweiler, die Wohnbebauung in der Talstraße und das Historische Museum Saar am Schlossplatz. Zu seinem Spätwerk zählen unter anderem die Glaspyramide der Ulmer Bibliothek und das Hans-Otto-Theater in Potsdam. Für sein Werk erhielt Böhm 1986, zur Zeit der Bauarbeiten am Saarbrücker Schloss, als erster Deutscher den Pritzker-Architekturpreis der Hyatt Foundation in Chicago. Dieser gilt als Nobelpreis der Architektur.

Der Regionalverband trauert ebenfalls um den Architekten Klaus Krüger. Er verstarb bereits am 2. Juni. Gemeinsam mit Lutz Rieger war er ebenfalls maßgeblich an der Renovierung des Saarbrücker Schlosses und dem Bau des Historischen Museums Saar beteiligt.

Informationen zu Gottfried Böhm und seinem Schaffen rund um die Renovierung des Saarbrücker Schlosses bietet die Internetseite des Regionalverbandes unter www.regionalverband.de/boehm.red./tt

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