Solidarisch mit dem Merziger Krankenhaus

Die Merziger „Lions“ bei ihrem Besuch im Klinikum. Foto: SHG / Harald Kiefer
Die Merziger „Lions“ bei ihrem Besuch im Klinikum. Foto: SHG / Harald Kiefer - (Bild 1 von 1)

Merzig. Mit rund zwei Dritteln seiner Mitglieder war es eine sehr stattliche Delegation der Merziger „Lions“, die jüngst das Klinikum besuchten, um sich über Neuerungen zu informieren und dem Haus seine Solidarität zu bekunden.

„Der Lions-Club Merzig zeigt Stärke zur Unterstützung des hiesigen Krankenhauses“, betonte Clubpräsident Dr. h.c. Armin Streit beim Empfang der Besucher im Foyer.

Begrüßt wurden sie von einem optimistischen SHG-Geschäftsführer: „Bei allen schmerzlichen Einschnitten: Wir sind sehr leistungsfähig und erbringen beste Versorgung für die Bevölkerung“, erklärte Bernd Mege, der gute Fortschritte bei der Restrukturierung sieht.

Beim Rundgang über Notaufnahme, Radiologie und Ambulantes OP wurden die Gäste von den Chefärzten Dr. Rainer Haas, Zuhair Ataya und Benedikt Braun, Pflegedirektor Sascha Krames und Verwaltungsdirektor Michael Zimmer begleitet.

Die zukunftsfeste Umstrukturierung soll sich künftig am Medizinkonzept nach Level-1n-Vorbild entsprechend den Vorstellungen der bevorstehenden Gesundheitsreform orientieren, mit der Besonderheit verschiedener Schwerpunktbildungen.

So sollen Chirurgie und Gastroenterologie unter dem Dach eines „Viszeralzentrums“ vereinigt werden und Orthopädie und Unfallchirurgie in einem Stationstrakt gemeinsam mit der Allgemeinchirurgie verortet werden.

Die zentrale Notaufnahme soll neu organisiert und ein ambulantes OP-Zentrum etabliert werden. Für letzteres ist man soeben in den Bereich der ehemaligen Kreißsäle umgezogen.

„Durch die konsequente Hebung dessen, was wir ambulant leisten können, und die Spezialisierung auf die Stärken unseres Hauses haben wir die Möglichkeit, uns frühzeitig auf die Anforderungen der Bundeskrankenhausreform einzustellen und so eine Vorreiterstellung in der Region einzunehmen“, so Verwaltungsdirektor Zimmer.

Zukünftig soll es für die am Haus angesiedelte Bereitschaftsdienstpraxis und die Notaufnahme des Klinikums auch einen gemeinsamen „Anmeldetresen“ für alle Patienten geben. Medizinisch geschultes Personal soll dort entscheiden, ob ein Patient zum Bereitschaftsdienst oder in die Notaufnahme geschickt wird.

Auch die Psychiatrie soll, sobald das Haus wieder stabilisiert ist, mittel- bis langfristig erweitert und neu aufgebaut werden. Und was das wachsende Umfeld des Klinikums betrifft, so ist auch der Ausbau des Gesundheitscampus Merzig, etwa durch weitere ergänzende medizinische Angebote, angedacht. Armin Streit, auch Vorsteher des Gesundheitscampus, lobt die gute Zusammenarbeit mit dem Klinikum und die kurzen Wege der Kommunikation, ganz gleich, was ansteht: „Danke, dass ihr für uns da seid!“.

red./am

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