Soforthilfe für die Ukraine

Speyer. Der Krieg in der Ukraine wird täglich bedrohlicher. Bereits vor der aktuellen Eskalation waren fast drei Millionen Menschen auf humanitäre Hilfe angewiesen, über eineinhalb Millionen Menschen wurden aus ihrer Heimat vertrieben. Beide Zahlen steigen stetig rasant an.

Kirchenpräsidentin Dorothee Wüst sagt: „Unser ganzes Mitgefühl gilt den Menschen, die in der Ukraine um ihr Leben fürchten. Und auch denen, die in Russland leiden und mutig für den Frieden demonstrieren. Dies ist ein Hoffnungszeichen, ebenso wie die Millionen Menschen, die in aller Welt solidarisch auf die Straße gehen oder Geld spenden.“ Bischof Karl-Heinz Wiesemann betont, dass zur Solidarität neben den zahlreichen, meist ökumenischen Friedensgebeten, die seit Beginn des Krieges an vielen Orten in der Pfalz stattfinden, auch handfeste Hilfe gehöre: „Unsere dringlichste Aufgabe besteht darin, die Opfer zu unterstützen, besonders auch mit Spenden und Hilfsleistungen. Darum haben wir den Sonderfonds bewilligt.“ Bistum und Landeskirche haben mit dem Caritasverband der Diözese Speyer und der Diakonie Pfalz gemeinsam 50 000 Euro Soforthilfe zur Verfügung gestellt, um die Arbeit von Caritas international und Diakonie Katastrophenhilfe in der Ukraine zu unterstützen. Beide Kirchen rufen auch ihre Mitglieder zu Spenden auf.

Spendenappell

Caritas international und Diakonie Katastrophenhilfe sind seit Jahren im Land engagiert. Beide Hilfswerke sind deshalb gut vernetzt mit den Menschen und anderen Hilfsorganisationen im Land. Das erst ermöglicht, Hilfe zu leisten, erklärt Oliver Müller, Leiter von Caritas international und sagt: „Die Situation ist dramatisch und verändert sich sehr schnell. Wir sind deshalb in ständigem Austausch mit unseren Partnern vor Ort und tun alles dafür, um Menschen in Not in der Ukraine zu unterstützen.“

Immer mehr Menschen fliehen vor dem Krieg im eigenen Land. Mitarbeitende und Freiwillige der kirchlichen Hilfswerke sorgen für den sicheren Transport der vertriebenen Familien zu ihren Angehörigen. Auch wer auf der Suche nach Sicherheit in die Nachbarländer wie Polen oder Ungarn flieht, wird unterstützt: „Wir führen bereits mit unserem Netzwerk in den Nachbarländern der Ukraine Gespräche über eine mögliche Hilfe für Flüchtlinge aus der Ukraine“, so Martin Keßler, Direktor der Diakonie Katastrophenhilfe.

Kirchenpräsidentin Wüst und Bischof Wiesemann wenden sich gemeinsam an die Kirchenmitglieder und die Öffentlichkeit: „Unterstützen Sie die Ukrainerinnen und Ukrainer. Beten Sie für den Frieden. Und wenn es Ihnen möglich ist, spenden Sie, damit die Menschen gezielt und schnell Hilfe erfahren.“ Auch erneuern beide ihre „Forderung nach einem sofortigen Ende des russischen Angriffs, durch den die Souveränität der Ukraine und das Völkerrecht in eklatanter Weise verletzt werden.“

Spendenkonto: Diakonie Katastrophenhilfe, Berlin Evangelische Bank IBAN: DE68 5206 0410 0000 5025 02 BIC: GENODEF1EK1 Stichwort: Ukraine

Info: www.diakonie-katastrophenhilfe.de/spenden/ red./jj

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