Sirenen-Warnsysteme in der Stadt

Das Warn- und Informationsblatt von Stadt und Feuerwehr zu den Warnsignalen wird auf dem Dach des Rathauses durch Oberbürgermeister Ulli Meyer, Christoph Scheurer, Wehrführer Jochen Schneider und Ortsvorsteherin Irene Kaiser vorgestellt. Im Hintergrund die Motorsirene auf dem Dach des Schlauchturms der Feuerwehr. Foto: Bastuck
Das Warn- und Informationsblatt von Stadt und Feuerwehr zu den Warnsignalen wird auf dem Dach des Rathauses durch Oberbürgermeister Ulli Meyer, Christoph Scheurer, Wehrführer Jochen Schneider und Ortsvorsteherin Irene Kaiser vorgestellt. Im Hintergrund die Motorsirene auf dem Dach des Schlauchturms der Feuerwehr. Foto: Bastuck - (Bild 1 von 1)

St. Ingbert. Oberbürgermeister Dr. Ulli Meyer lud zu einem besonderen Termin ein. Es stand der zweite Termin der „OB on Tour – rund um Sicherheit und Ordnung“ auf dem Plan. Themen waren diesmal die Warnung der Bevölkerung und die Katastrophenvorsorge. Auf dem Dach des Rathauses und somit über den Dächern der Stadt hatte man einen guten Blick auf die Sirenenstandorte in St. Ingbert. 15 Standorte stehen für die Warnung der Bevölkerung in der gesamten Stadt zur Verfügung. Oberbürgermeister Dr. Ulli Meyer stellte klar: „Die Sirenen sind mit das wichtigste Mittel zur Warnung unserer Bürgerinnen und Bürger in der Stadt. Neben einer hervorragenden Gefahrenabwehr durch Feuerwehr, THW und Rettungsdienst müssen unsere Warnsysteme bei Gefahr funktionieren. Viele Dinge aus früheren Zeiten sind in Vergessenheit geraten. Wir haben daher ein Warnblatt für die Bevölkerung entwickelt, das die Warntöne erklärt und Handlungsanweisungen gibt. Weiterhin informieren und sensibilisieren wir fortan die Bevölkerung zu diesem Thema.“

Wie wird gewarnt?

Der Wehrführer der Feuerwehr, Jochen Schneider, erläuterte die drei Warntöne der Sirene: „Die meisten Bürger kennen den Brandalarm für die Feuerwehr. Dabei heult die Sirene drei Mal. Es ist das Zeichen, dass Menschen in großer Gefahr sind.“ Weiterhin kann die Sirene auch die Bevölkerung warnen, so Schneider weiter: „Dazu heult die Sirene eine Minute lang auf und ab. Dieses Zeichen bedeutet, dass man Fernseher oder Radio einschalten soll. Sofern Internet verfügbar ist, kann man sich dort informieren, was zu tun ist.“ Nicht nur bei Naturkatastrophen kann die Sirene ausgelöst werden. Käme es zu einem Brand mit großer Rauchentwicklung könnte somit auch darauf hingewiesen werden, dass Fenster und Türen geschlossen werden müssen.

Dabei ist die Eigeninitiative der Bürger gefragt. Diese müssen sich vorab bereits informieren: Was kann passieren, welche Gefahren drohen und was tue ich im Ereignisfall?

Modernisierung erfolgt

Im Gegensatz zu vielen anderen Kommunen hielt St. Ingbert das Warnsystem aufrecht und modernisierte die Anlagen. 13 Motorsirenen werden durch zwei Hochleistungssirenen auf der Stadtbücherei in der Fußgängerzone und in Hassel auf dem Rathaus ergänzt.

Über die Hochleistungssirenen können neben Warntönen auch Sprachdurchsagen und gezielte Ansprachen übertragen werden. Sie dienen somit auch als Warneinrichtung für das Stadtfest oder das Dorffest in Hassel.

Christoph Scheurer, verantwortlich für den Geschäftsbereich Sicherheit und Ordnung, erklärt: „Die Motorsirenen sollen gemäß einem vorliegenden Ertüchtigungskonzept sukzessive ebenfalls durch stromnetzunabhängige Hochleistungssirenen ersetzt werden. Die Kosten der Maßnahme werden auf insgesamt rund 100 000 Euro geschätzt. Hiervon stehen 45 000 Euro in den Haushaltsjahren 2020 bis 2022 bereit, weitere 30 000 Euro sind im Finanzplanungszeitraum 2023/24 vorgesehen. Durch das Förderprogramm von Bund und Land kann möglicherweise nicht nur das Sirenennetz schneller optimiert, sondern auch die Stadt finanziell entlastet werden.“

Die Sirenen werden jährlich durch den ehrenamtlichen Funkbeauftragten der Feuerwehr und die hauptamtlichen Gerätewarte überprüft und gegebenenfalls repariert.

Weitere Warnsysteme

und Informationskanäle

Oberbürgermeister Ulli Meyer ergänzte: „Sirenen sind nur ein Teil des Warnsystems. Die Bürger müssen sich auch die Warn-Apps herunterladen. Die wichtigsten sind KatWarn, NINA oder die Unwetterapp des Deutschen Wetterdienstes.“

Informationen erhalten die Bürger dabei über die Kanäle der Stadtverwaltung und die Feuerwehr. Kommt es zu größeren Ereignissen werden über die Medienverteiler die Medien sowie Radio und TV informiert.

Probealarm

Alle vier Wochen heulen die Sirenen im Saarland für einen Probealarm. Im Saarpfalz-Kreis erfolgt der Probealarm jeden zweiten Samstag im Monat um 12 Uhr.

Weitere Informationen unter www.st-ingbert.de oder www.feuerwehr-st-ingbert.de red./jj

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