Seiji Kimotos Erbstück für die Stadt

Mit ein paar kräftigen Rucken löst sich die Plane, die die Skulptur „Zeiten – Fluss“ des japanischen Künstlers Seiji Kimoto verhüllt. Foto: Mohr
Mit ein paar kräftigen Rucken löst sich die Plane, die die Skulptur „Zeiten – Fluss“ des japanischen Künstlers Seiji Kimoto verhüllt. Foto: Mohr - (Bild 1 von 1)

Neunkirchen. Oberbürgermeister Jörg Aumann hat im Beisein zahlreicher Gäste, darunter auch der Witwe von Seiji Kimoto, Ursula Kimoto, sowie Landrat Sören Meng, die letzte Arbeit des aus Osaka in Japan stammenden und in Wiebelskirchen lebenden freischaffende Künstlers Seiji Kimoto der Öffentlichkeit übergeben.

„Dieses Kunstwerk ist wichtig für unsere Stadt und es war wichtig für Seiji Kimoto“, betonte der OB. „Er hat die Skulptur für Neunkirchen geschaffen. Es war uns eine Ehre, die Pläne posthum umzusetzen. Seine Kunst bereichert nun den öffentlichen Raum hier in der Neunkircher Innenstadt.“

Seiji Kimoto kam in der 1960er Jahren nach Deutschland. Seit 1971 war er als freischaffender Künstler im Saarland tätig. Ein wesentlicher Schwerpunkt seiner Arbeiten war der Mensch im Spannungsfeld zwischen Macht und Ohnmacht. Mit seiner unverwechselbaren Handschrift und Symbolik wurde Kimoto vor allem durch seine Skulpturen und Installationen international bekannt. Seine Arbeit umfasst darüber hinaus auch Wandobjekte, Tuschearbeiten und Kalligrafien, führte der Oberbürgermeister weiter aus.

„Mit seinen Werken im öffentlichen Raum hat Seiji Kimoto in Neunkirchen, an vielen Orten im Saarland und weit über die Region hinaus immer wieder sichtbare Zeichen gesetzt. Zeichen gegen Gewalt und Unterdrückung. Zeichen für Freiheit, Toleranz und Verständigung. In Neunkirchen hat Kimoto mit dem Mahnmal für Fremdarbeiter im Neunkircher Hüttenpark 1997 ein solches Zeichen gesetzt“, erklärte OB Aumann weiter.

„Die Skulptur zeigt Umrisse von Menschen im Fluss. Obwohl die Figurengruppe aus massivem Stahl gefertigt wurde, strahlt sie große Leichtigkeit aus. Das gewählte Material erinnert an die Geschichte unserer Stadt“, beschreibt Oberbürgermeister Aumann das Kunstwerk. „Die Transparenz der Skulptur symbolisiert ein friedvolles Miteinanderleben. Zugleich ist sei ein Abbild der Strukturwandels Neunkirchens von der Hüttenstadt zur modernen Dienstleitungsstadt.“

Die Skulptur mit dem Titel „Zeiten – Fluss“ ist fast fünf Meter hoch und über sechs Meter lang und steht nahe der Kurt-Schumacher-Brücke zwischen dem Lübbener Platz und dem Ende der Bahnhofstraße. Den Standort hat die Stadtverwaltung im Sinne des Künstlers zusammen mit seiner Witwe gewählt.

„Ich freue mich sehr, dass diese Entwürfe nun Realität geworden sind und dieses beeindruckende Kunstwerk in der Neunkircher Innenstadt steht“, leitete Oberbürgermeister Jörg Aumann zur Enthüllung über. „Die Skulptur verankert Seiji Kimotos Spuren in unserer Stadt noch fester und prägt das Gesicht Neunkirchens für die Zukunft.“ jam

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