Schwachstellen schnellstmöglich beheben

Ministerin Petra Berg (2. von rechts) begutachtet mit Mitarbeitenden des SaarForst-Landesbetriebs und zuständigen Revierförstern im Rahmen der Reviertour die Hochwasserschäden im Warndtwald.Foto: Ministerium / Bittner
Ministerin Petra Berg (2. von rechts) begutachtet mit Mitarbeitenden des SaarForst-Landesbetriebs und zuständigen Revierförstern im Rahmen der Reviertour die Hochwasserschäden im Warndtwald.Foto: Ministerium / Bittner - (Bild 1 von 1)

Warndt. Ministerin Petra Berg hat mit den zuständigen Revierförstern und Mitarbeitenden des SaarForst Landesbetriebs (SFL) Teile des Warndtwaldes in den Revieren Großrosseln, Lauterbach und Überherrn begutachtet, um sich ein Bild vom Ausmaß der Zerstörungen im Forst durch das Pfingsthochwasser zu machen.

Die dritte Reviertour aus der gleichnamigen Veranstaltungsreihe des Ministeriums für Umwelt, Klima, Mobilität, Agrar und Verbraucherschutz und des SFL, die Interessierten die Möglichkeit bietet, über wechselnde Schwerpunktthemen des Waldes ins Gespräch zu kommen, wurde in Folge des Hochwassers außerplanmäßig angesetzt.

„Hier im Warndtwald wird deutlich, welche enormen Schäden die Wassermassen an der Infrastruktur und dem Forst verursacht haben. Noch immer befassen wir uns mit der Bestandsaufnahme. Zurzeit ist bereits davon auszugehen, dass mindestens 742500 Euro für die Sanierungsmaßnahmen von beispielsweise Waldwegen und durch den Wald verlaufender Infrastruktur im gesamten Saarland nötig werden“, bilanzierte Berg. „Unser Versprechen gilt auch für die saarländischen Wälder. Wir werden die notwendigen Maßnahmen im Rahmen unserer Möglichkeiten ­ergreifen.“

Im Wildpark Karlsbrunn zeigt bereits ein kurzer Rundgang das enorme Ausmaß der Zerstörung durch die Wassermassen am Pfingstwochenende. So sind die Wege erheblich beschädigt und durch Unterspülungen und Hangrutsche stellenweise ganz herausgebrochen, teilweise sind Starkstromleitungen und Wasserrohre freigelegt. Da sich viele Bäume über Jahre in Richtung Sonne neigen, reißen die durch Dauerregen durchnässten Böden auf und die Bäume stürzen um. Dies betrifft insbesondere die bereits in der Vergangenheit durch Trockenheit belasteten alten Eichen.

Am Warndtweiher nahm Ministerin Berg den stark beschädigten Weiherdamm sowie die durch Unterspülung geschädigten und teilweise unpassierbaren Wege, darunter den Saarlandradweg, in Augenschein. Durch die zerstörte Infrastruktur können viele Waldstücke derzeit nicht bewirtschaftet werden, insbesondere der Holzabtransport gestaltet sich problematisch.

Berg nutzte die außerordentliche Reviertour, um mit den Revierförstern Schäden und deren Behebung zu besprechen. Das Unwetter kann laut SFL auch als Chance verstanden werden, die Schwachstellen des Wegenetzes zu beheben und ausreichend Durchlässe, Retentionsflächen sowie Abfangbecken einzuplanen, um auf zukünftige Extremwetterereignisse vorbereitet zu sein.

„Weiterhin gilt äußerste Wachsamkeit beim Waldbesuch. Eventuelle Sperrungen und Anweisungen vor Ort sind unbedingt zu beachten“, betonte die Ministerin.

Aktuelle Informationen finden sich auch unter www.saarland.de/warnhinweis-waldbesuch red./dos

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