Schüler helfen beim Aufforsten

Bürgermeister Daniel Kiefer und Revierförster Hans-Peter Pitzer mit Georg Dillschneider (Schulleiter der Gemeinschaftsschule an der Saarschleife ), Lehrer Markus Eisenbarth und der Kurs „Natur und Umwelt“  bei der Pflanzaktion. Foto: André Gottfried / Gemeinde Mettlach
Bürgermeister Daniel Kiefer und Revierförster Hans-Peter Pitzer mit Georg Dillschneider (Schulleiter der Gemeinschaftsschule an der Saarschleife ), Lehrer Markus Eisenbarth und der Kurs „Natur und Umwelt“ bei der Pflanzaktion. Foto: André Gottfried / Gemeinde Mettlach - (Bild 1 von 1)

Mettlach. Die Aufforstungen im Gemeindewald Mettlach sind im vollen Gange. Schüler der Gemeinschaftsschule an der Saarschleife haben die Gemeinde bei der Neuanpflanzung auf Fichten-Kahlflächen tatkräftig unterstützt.

Der Gemeindewald Mettlach ist durch die Trockenjahre von 2018 – 2020 stark in Mitleidenschaft gezogen worden. Große Flächen der Nadelholzbestände sind durch Borkenkäferbefall und Trockenheit abgestorben. Aber auch die Buchen- und Eichen-Althölzer zeigen deutliche Vitalitätsverluste. Gerade in den älteren Buchenbeständen sind die Schäden deutlich zu sehen und die Zahl der abgestorbenen Bäume nimmt zu.

Wie muss der Wald der Zukunft beschaffen sein, damit er mit dem Klimawandel Schritt hält? Viel Arbeit im Forstrevier Mettlach gilt zurzeit eben dieser Frage. Und eine Antwort ist die Stärkung von Vielfalt und Widerstandskraft durch gezielte und überlegte Pflanzungen.

Der Wiederaufbau der betroffenen Waldflächen ist in vollem Gange. Dort wo immer möglich versucht man die natürliche Waldverjüngung zu fördern. Auf den großen, vormals mit Fichten-Reinbeständen bestockten Waldflächen, führt man aber auch aktiv einen Baumartenwechsel durch Laubholzkulturen herbei.

Diese Arbeit wird die nächsten Jahre im Forstrevier Mettlach prägen. Für die Neuaufforstungen ist die Personalkapazität nicht mehr ausreichend. Aus diesem Grund werden verstärkt auch Firmen für diese Arbeit herangezogen.

Auch die Schüler Gemeinschaftsschule an der Saarschleife in Orscholz wollten ihren Beitrag für die Wiederaufforstung leisten. In einem kleinen Waldstück in Orscholz, auf dem vorher Fichten standen, pflanzen sie einen neuen Laub-Mischwald: Eiche, Buche, Edel-Kastanie und Kirsche.

Dies ist eine willkommene Ergänzung zu ihrem Unterrichtsstoff im Wahlpflichtfach „Natur und Umwelt“.

„Meine Forstmitarbeiter mussten in den vergangenen Jahren den überwiegenden Teil ihrer Arbeit mit der Aufarbeitung der Schäden durch den Borkenkäferbefall sowie durch die extreme Trockenheit verbringen. Umso mehr freut es mich jetzt, dass wir aktiv den Waldumbau zu einem klimastabileren Wald angehen können und diesen somit fit für die Zukunft machen“, so Bürgermeister Daniel Kiefer, der auf eine Stippvisite im Orscholzer Wald vorbeikam.

Kiefer bedankte sich bei den engagierten Schülern, die mit ihrer Arbeit einen Beitrag zur naturnahen Waldentwicklung leisten.

Forstoberamtsrat Hans-Peter Pitzer, Leiter des kommunalen Forstreviers in Mettlach unterstreicht: „Die Schüler, die sich mit diesem Arbeitseinsatz aktiv für den Wald engagieren, entwickeln auch eine engere Beziehung zur Natur. Die hierbei gemeinschaftlich gemachte Erfahrung der Selbstwirksamkeit motiviert die Teilnehmenden sicherlich auch darin, den eigenen Alltag naturverträglicher und damit zukunftsfähiger zu gestalten.“

Auf die Einhaltung der Abstands- und Hygieneregeln wurde beim Schülerprojekt genau geachtet. Versorgt wurden die jungen Helfer durch den Förderverein der Schule.

Insgesamt soll in diesem Winter eine Fläche von sieben Hektar im Gemeindewald aufgeforstet werden.

Die Gemeinde muss dafür rund 60 000 Euro aufbringen. Das Saarland und der Bund fördern diese Arbeiten im Rahmen der „Gemeinschaftsaufgabe Agrar- und Küstenschutz“ mit 37 000 Euro. red./am

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