Schritt zur nachhaltigen Mobilität

Das Gruppenfoto zeigt die Fahrradrastanlage mit Stellplätzen (vorne rechts) ­sowie Ladeboxen, Trinkwasserbrunnen und Reparaturstation (hinten, von links nach rechts). Foto: Landkreis Saarlouis/Sven Kretzschmar.
Das Gruppenfoto zeigt die Fahrradrastanlage mit Stellplätzen (vorne rechts) ­sowie Ladeboxen, Trinkwasserbrunnen und Reparaturstation (hinten, von links nach rechts). Foto: Landkreis Saarlouis/Sven Kretzschmar. - (Bild 1 von 1)

Kerlingen. Mit der Eröffnung einer neuen Fahrradrastanlage hat der Landkreis Saarlouis kürzlich einen wichtigen Schritt in Sachen nachhaltige Mobilität gemacht. Die Anlage im Wallerfanger Ortsteil Kerlingen besteht aus einer E-Bike-Ladestation mit drei Schließfächern, einer Fahrradreparaturstation, einer Abstellanlage für sechs Fahrräder – und sie ist obendrein mit einer Trinkwasserstation ausgestattet.

Die Anlage ist die erste ihrer Art im Landkreis Saarlouis und wurde bei einer kleinen Feierstunde offiziell vom Saarlouiser Landrat Patrik Lauer an den Bürgermeister der Gemeinde Wallerfangen, Horst Trenz, übergeben.

Landrat Lauer lobte den Radsport als umweltfreundliche, nachhaltige und gesunde Form der Fortbewegung, die auch dem Tourismus auf dem Saargau zugutekomme: „Jede geradelte Strecke reduziert den CO2-Ausstoß, fördert die Gesundheit und ist eine klimafreundliche Art der Fortbewegung. Und wie wir vor einigen Wochen durch Hochwasser, Starkregen und Überschwemmungen selbst erfahren mussten, ist Klimaschutz unabdingbar!“

Nicht nur für die Umwelt ist diese Form der Fortbewegung gut. Auch als Herz-Kreislauf-Training oder einfach zum Erkunden einer Landschaft oder als Urlaubsaktivität ist das Radfahren sehr beliebt. Da im Sommer der Körper beim Sport aber auch leicht überhitzen kann, ist die Fahrradrastanlage in Kerlingen mit einem Trinkwasserbrunnen versehen, um hier Radfahrerinnen und Radfahrern die Flüssigkeitsaufnahme zu erleichtern.

Brunnen wie dieser können darüber hinaus auch als Baustein lokaler Hitzeschutzpläne dienen, um den Bürgerinnen und Bürgern, vor allem Angehörigen vulnerabler Gruppen, den Zugang zu frischem Trinkwasser zu ermöglichen.

Insgesamt kostete die Fahrradrastanlage 43 000 Euro, wovon 20 000 Euro durch eine Förderung des Ministeriums für Umwelt, Klima, Mobilität, Agrar und Verkehr übernommen und für Ladestation, Reparaturstation und Anlehnbügel verwendet werden. Die Kosten für die Trinkbrunnenanlage trägt der Landkreis Saarlouis. Auf Initiative des Kreisamtes für Klima, Umwelt, Regionalentwicklung und Tourismus werden bald weitere Anlagen mit Trinkwasserbrunnen in Nalbach sowie in Rehlingen-Siersburg in Betrieb genommen. Im Rahmen des Vorhabens, klimaresilient zu werden, arbeiten der Landkreis Saarlouis und seine Kommunen eng zusammen.

Die Eröffnung der Rastanlage in Kerlingen steht auch in zeitlichem Zusammenhang mit der Kampagne „Stadtradeln“, an welcher sich der Landkreis jedes Jahr beteiligt.

Der Startschuss dazu fand übrigens in fast unmittelbarer Nähe zur Fahrradrastanlage in Kerlingen statt: nämlich am Haus Saargau im Wallerfanger Ortsteil Gisingen. red./jb

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