Schmuddelecke Ostbahnhof

Schulkinder hatten die Wände weiß gestrichen, davon ist nichts übrig geblieben. Foto: Juchelka
Schulkinder hatten die Wände weiß gestrichen, davon ist nichts übrig geblieben. Foto: Juchelka - (Bild 1 von 1)

Saarbrücken. Der Saarbrücker Ostbahnhof ist aufgrund seiner günstigen Lage eine beliebte Haltestelle für Pendler und Bahnreisende, die sich den Weg durch die meist verstopfte Innenstadt bis zum Hauptbahnhof ersparen möchten. Allerdings lässt das Ambiente ziemlich zu wünschen übrig, was viele davon abhält, vor allem in den Abendstunden dort zu verkehren.

Abgesehen von den Schmierereien an Wänden, Türen und sogar am Treppengeländer, wird auch häufig Vandalismus betrieben. Davon zeugen beispielsweise zerkratzte oder manchmal sogar herausgeschlagene Scheiben des Wartehäuschens. Der Fahrkartenautomat wurde vor einiger Zeit derart manipuliert, dass die Annahme von Geldscheinen nicht möglich war und die Zugtickets vorübergehend nur mit Münzgeld bezahlt werden konnten.

Die regelmäßige Vermüllung sowie der beißende Uringeruch in der Unterführung sind eine Zumutung für Fahrgäste und deren Abholer. Sogar im Gleisbett liegen unzählige Flaschen, Getränkedosen wie auch sonstiger Müll. Glassplitter von mutwillig zerschlagenen Flaschen bedeuten eine erhebliche Verletzungsgefahr besonders für Kinder, ganz zu schweigen von einem platten Reifen beim Fahrrad.

Aufs Jahr gesehen ist der Reinigungs- und Reparaturaufwand immens hoch. Mehrere Versuche, den Ostbahnhof schöner bzw. sauberer zu machen, sind leider kläglich gescheitert. Die wochenlange Arbeit von Schulkindern, die einst die Wände weiß gestrichen hatten, wurde binnen kurzer Zeit zunichte gemacht. Hier wartet also niemand mehr gerne auf den Zug!

Ein weiteres Manko ist die fehlende Barrierefreihheit. Menschen, die auf den Rollstuhl angewiesen sind, können den Bahnsteig über die steile Treppe nicht erreichen. Hier müsste dringend nachgebessert werden! oj

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