Sammlung für Kriegsgräber

Gemeinsam die Erinnerung wach halten (von links): VDK-Landesvorsitzender Werner Hillen, Schulleiterin Iris von Mörs, VDK-Bildungsreferentin Lilian Heinen-Krusche, Oberbürgermeister Peter Demmer und Oberstleutnant Dieter Jostock unterstützen die Sammlung für die Pflege von Kriegsgräbern. 
Foto: Sascha Schmidt
Gemeinsam die Erinnerung wach halten (von links): VDK-Landesvorsitzender Werner Hillen, Schulleiterin Iris von Mörs, VDK-Bildungsreferentin Lilian Heinen-Krusche, Oberbürgermeister Peter Demmer und Oberstleutnant Dieter Jostock unterstützen die Sammlung für die Pflege von Kriegsgräbern. Foto: Sascha Schmidt - (Bild 1 von 1)

Saarlouis. Es ist ein Gedenken an die Opfer des Krieges und eine Mahnung für eine friedliche Welt: Der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge (VDK) pflegt weltweit die Gräber deutscher Kriegstoter. Zwei Tage lang haben Schülerinnen und Schüler vom Gymnasium am Stadtgarten die Spendensammlung von VDK und Bundeswehr unterstützt.

„Wenn wir über das Gedenken an die Opfer der Weltkriege sprechen, dann verstehen wir dies auch als Mahnung an die Gegenwart“, erklärte Oberbürgermeister Peter Demmer zum Auftakt der Sammlung in der Aula des Gymnasiums am Stadtgarten (SGS), in der die Schüler aus zwei 11er-Kursen der Schule zusammenkamen, die den Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge bei ihrer Spendensammlung unterstützten. „Die Erinnerung an die Geschichte soll uns heute und in Zukunft helfen, die Welt zu einem besseren Ort zu machen. Ein wichtiger Baustein dabei sei auch die Kriegsgräberfürsorge.“

Das bestätigte auch Schulleiterin Iris von Mörs: „Soldaten sind Menschen aus unserer Mitte. Es ist wichtig, Opfer auch über den Tod hinaus zu ehren.“

Mit der Unterstützung durch die jungen Leute bekäme die Sammlung eine neue Form, sagte Oberstleutnant Dieter Jostock für das Landeskommando Saarland der Bundeswehr. Auch für die teilnehmenden Schüler sei es eine wichtige ­Aufgabe.

„Sie können viele Erfahrungen sammeln und lernen auch, dem politischen Diskurs standzuhalten.“ Das Gedenken an die Opfer der Kriege sei eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe.

Der VDK-Landesvorsitzende Werner Hillen wies darauf hin, dass Frieden gerade für junge Menschen selbstverständlich erscheinen könne. Doch nicht zuletzt der Ukrainekrieg zeige, wie schnell sich das ändern kann. Der VDK pflege 833 Kriegsgräberstätten in 46 Ländern. Viele der Opfer seien kaum älter gewesen, als die Schülerinnen und Schüler, die heute bei der Sammlung helfen: „Es gibt Gräber, auf denen steht ‚geboren 1928, gestorben 1944‘“, sagte Hillen. „16, 17, 18 Jahre alt waren die Soldaten, als sie in den Krieg geschickt wurden.“ Und weiter: „Es gibt Kriegsgräberstätten mit 30.000 Soldaten. Man sieht nichts als Kreuze… Da wird einem anders!“ red./jb

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