Römische Geschichte erlebbar machen

Zenturio Peter Klein hat zusammen mit Vertretern aus Kommune und Politik den ersten Spatenstich zur neuen Statio vollzogen: (von links) Peter Klein, Stefan Dörrenbächer (Ortsrat Mainzweiler), Ortsvorsteher Achim Wagmann, Markus Schley (Beigeordneter der Stadt Ottweiler), Bürgermeister Holger Schäfer, Landrat Sören Meng, Innenminister Reinhold Jost, Gardereiter Arne Thewes, genannt Rufus, MdB Christian Petry, MdL Damhat Sisamci. Foto: Mohr
Zenturio Peter Klein hat zusammen mit Vertretern aus Kommune und Politik den ersten Spatenstich zur neuen Statio vollzogen: (von links) Peter Klein, Stefan Dörrenbächer (Ortsrat Mainzweiler), Ortsvorsteher Achim Wagmann, Markus Schley (Beigeordneter der Stadt Ottweiler), Bürgermeister Holger Schäfer, Landrat Sören Meng, Innenminister Reinhold Jost, Gardereiter Arne Thewes, genannt Rufus, MdB Christian Petry, MdL Damhat Sisamci. Foto: Mohr - (Bild 1 von 1)

Mainzweiler. An der Landstraße 292 zwischen Mainzweiler und Welschbach findet der Betrachter schon einige markante Bauwerke, die originalgetreu römischen Vorbildern nachempfunden sind. So zum Beispiel ein Stück der alten Römerstraße, die unweit dieser Stelle im Altertum verlief. Weiterhin wurde ein kleines Heiligtum errichtet und ein Meilenstein sowie ein Grabmal. Verantwortlich dafür zeichnet die Legio XIIII Gemina, eine Gruppe von Enthusiasten, die sich dem römischen Leben verschrieben hat. Zenturio der Legion ist Peter Klein.

Als neueste Erweiterung der mit Schautafeln und Lehrbildern ausgestatteten Freilandausstellung wird künftig eine sogenannte Statio sein. Dabei handelt es sich um den originalgetreuen Nachbau einer römischen Pferdewechselstation, wie sie seinerzeit an der Römerstraße zu finden war. Das Bauwerk wird zwölf Meter lang und 5,50 Meter breit sein. Es beherbergt drei Zimmer und einen Stall. Das Schrägdach des eingeschossigen Baus in Holz-Erde-Bauweise erreicht eine Höhe von 2,50 Meter auf der einen und vier Metern auf der anderen Seite. Das Gebäude soll regelmäßig geöffnet werden.

Innenminister Reinhold Jost, der neben Landrat Sören Meng, Bürgermeister Holger Schäfer und Ortsvorsteher Achim Wagmann als Schirmherr beim Spatenstich fungierte, würdigte den Einsatz und das Engagement der Gruppe um Peter Klein als einen wertvollen Beitrag zur Erinnerungskultur an die Geschichte der Region. „Das wird ein weiterer Meilenstein, das wird ein Leuchtturm weit über Mainzweiler und Ottweiler hinaus und dokumentiert damit, dass dieses Land eine reiche Geschichte hat“, so der Minister. Landrat Sören Meng betonte, dass das Thema Geschichte die Bürger im Landkreis sehr starke berühre. „Dieses Projekt ist nicht zuletzt dadurch sehr spannend und bereichernd für den Landkreis Neunkirchen“, so der Landrat. Er regte an, die künftige Statio in ein touristisches Konzept mit einzubinden, eventuell einen entsprechen Wanderweg zu schaffen, um auch die Region stärker davon profitieren zu lassen.

Bürgermeister Holger Schäfer erinnerte daran, dass die Idee zu der permanenten Freiluftausstellung bereits 2012 Gestalt annahm. Die bauliche Umsetzung der Statio bedarf allerdings noch der Überwindung gewisser baurechtlicher Hürden.

Der Bürgermeister stellte allerdings in Aussicht, dass spätestens im nächsten Jahr der Bau seiner Bestimmung übergeben werden kann. Im Anschluss an den Spatenstich konnte noch stilvoll mit kalten Getränken und Würstchen vom römischen Grill gefeiert werden. jam

  • Jetzt teilen:

Eigenen Artikel verfassen Schreiben Sie Ihren eigenen Artikel und veröffentlichen Sie ihn auf wochenspiegelonline.de