Projekt Bikepark nimmt Gestalt an

Zweibrücken. Das Projekt Bikepark rückt in Zweibrücken in greifbare Nähe. Wieder einmal könnte man auch sagen, denn die Geschichte des Bikeparks gibt’s schon länger. Mehrfach wurde die Idee im Stadtrat diskutiert, das erste Mal 2018. Dann gab es im September 2021 dieses eine Ereignis, als die Stadt eine von den Bikern selbst geschaffene Anlage im Fasaneriewald oberhalb der Annweiler Straße aus haftungsrechtlichen Gründen zurückbauen mussten. „Was hier widerrechtlich, aber in mühevoller Kleinarbeit entstanden ist, verrät im Grunde viel Intuition, Fachwissen und Begeisterung zum Biken auf besonderen Pfaden,“ stellte Oberbürgermeister Wosnitza damals anerkennend fest und versprach sogleich, nach Alternativen zu suchen und einen öffentlichen Bikepark zu ermöglichen.

Inzwischen ist tatsächlich einiges passiert. Von der Idee, den ganzen Wald für Biker zu öffnen, sei man übrigens mit Rücksicht auf die Spaziergänger abgekommen. Nachdem zunächst der Hügel des Zweibrücker Skiclubs in der Tschifflik als optimales Gelände ausfindig gemacht werden konnte – hier hätte sich der Skiclub sogar als Betreiber zur Verfügung gestellt – musste die Stadt das Vorhaben aufgrund naturschutzrechtlicher Gegebenheiten wieder verwerfen.

Schließlich konnte ein städtisches Grundstück im Fasaneriewald oberhalb des Imkervereins gefunden werden. Die rechtlichen Voraussetzungen sind ebenfalls geklärt, eine Mustersatzung zum Betrieb des Bikeparks erstellt. Das betreffende Grundstück, das bislang landwirtschaftlich genutzt wird, hat die Stadt im oberen Bereich bereits zur Hälfte entpachtet. „Hier könnten wir tatsächlich direkt loslegen“, erklärte Marold Wosnitza am Mittwochabend im Zweibrücker Ratssaal. Der OB hatte ambitionierte Biker eingeladen, um mit ihnen die weitere Vorgehensweise zu besprechen und um auszuloten, ob es überhaupt Kandidaten für eine Vereinsgründung gibt. Und die gibt es in der Tat. Über 30 Jugendliche und junge Erwachsene sowie die städtischen Verkehrsbeauftragten waren gekommen und signalisierten ihre Bereitschaft. „Wir brauchen nämlich Leute, die nicht nur fahren möchten, sondern ein Interesse haben, in so einer Struktur aktiv zu sein und den Park in vereinsform zu betreiben - wie es in einigen Kommunen übrigens schon umgesetzt wird“, erklärte Wosnitza.

Der OB schlug vor, sich als erstes gemeinsam mit den Bikern vereinsbetriebene Bikeparks ansehen zu wollen, sich mit den Leuten zu unterhalten und Anregungen für Zweibrücken zu sammeln.

Auf Nachfrage befanden die Biker im Ratssaal das Gelände für durchaus geeignet, und die Idee, benachbarte Parks zu besuchen, für absolut sinnvoll. Dafür schlugen sie die Anlagen in Trippstadt und Saarbrücken vor. Ob man den Zweibrücker Bikepark später nur für Vereinsmitglieder öffne oder auch für die Öffentlichkeit zugänglich mache, wie einer der Anwesenden fragte, seien Dinge, die zu gegebenem Zeitpunkt der Verein zu entscheiden hätte“, so der OB und fügte hinzu: „Das Gelände entwickelt und konzipiert ihr natürlich selbst, da wird von städtischer Seite nichts aufdiktiert“, versicherte Wosnitza, findet aber, dass mindestens ein Vertreter der Stadt Mitglied im zukünftigen Zweibrücker Bikepark-Verein sein sollte. „Natürlich müssen wir noch den Forst einbinden und schauen, dass die Rampen eine gewisse Verkehrssicherheit haben, aber grundsätzlich habt Ihr da freie Hand. Wir schaffen lediglich die Rahmenbedingungen.“ Der OB regte an, schon mal auf die Suche nach Kooperationspartnern zu gehen, „die etwa mit dem Bagger anrollen und Baumaßnahmen durchführen, und auch wir werden in der nächsten Legislaturperiode gucken, dass wir noch verschiedene Mittel bereitstellen können, wenn der Verein existiert. Ich weiß von Vereinen, die eine ganze Reihe von Landes- und EU-Mitteln bekommen haben, um die müsste man sich dann auch noch kümmern. Aber im Prinzip können wir jetzt zeitnah anfangen, das Gelände zu entwickelt.“ ebh

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