Präventionsprojekt gestartet

Sara Kuhn, Bereichsleitung Beratung und Einrichtungen des Caritasverbandes Saar-Hochwald, Michelle Hein und Kerstin Hoffmann (von links) haben das Präventionsprojekt des Caritasverband Saar-Hochwald e.V. vorgestellt.
Foto: Agnes Kyarituo van Dusseldorp / Caritasverband Saar-Hochwald e.V.
Sara Kuhn, Bereichsleitung Beratung und Einrichtungen des Caritasverbandes Saar-Hochwald, Michelle Hein und Kerstin Hoffmann (von links) haben das Präventionsprojekt des Caritasverband Saar-Hochwald e.V. vorgestellt. Foto: Agnes Kyarituo van Dusseldorp / Caritasverband Saar-Hochwald e.V. - (Bild 1 von 1)

Landkreis Saarlouis / Landkreis Merzig-Wadern. Kinder aus suchtkranken Familien waren lange Zeit die „vergessenen Helden“. Sie versuchen sehr früh in einem „süchtigen System“ zu leben, zu funktionieren und das Thema nach außen zu verschweigen. Darüber hinaus werden Sie mit Alkohol-, Drogen- und Medikamentenmissbrauch und Glücksspielspielsucht im familiären Umfeld konfrontiert.

Das Projekt „Wiesel“ widmet sich der vorbeugenden Aufgabe, Kinder und Jugendliche zu stärken, zu fördern und zu helfen sich weiter zu entwickeln. Dabei nehmen die Eltern eine wichtige Rolle im angestrebten Veränderungsprozess ein.

„Wir freuen uns sehr mit diesem Projekt die Präventionsarbeit im Bereich Suchterkrankungen in den Landkreisen Merzig-Wadern und Saarlouis ausbauen zu können“, so Sara Kuhn, Bereichsleitung Beratung und Einrichtungen des Caritasverbandes Saar-Hochwald.

Das Angebot wird von Michelle Hein, zuvor bereits in der Psychosozialen Beratung eingesetzt, sowie von Kerstin Hoffmann, bisher in der Migrationsberatung tätig, umgesetzt. Die Angebote von anderen Diensten des Caritasverbandes, wie beispielsweise die Therapeutische Schülerhilfe oder die Sozialpädagogische Familienhilfe, können zusätzlich hinzugezogen werden.

Erst seit etwa zehn Jahren wird diese Behandlungsbedürftigkeit und das spezielle Angebot in die Beratung miteinbezogen. Kindern und Jugendlichen, die lange in prekären Lebenssituationen leben und häufig lang andauernde Mangelerfahrungen, sowohl im emotionalen Bereich als auch im Bereich des Verhaltens, erlebt haben, sollen so entlastet werden. Auch Schulen oder die Sozialpädagogische Familienhilfe, können wichtige Hilfestellungen sein.

Die Psychosoziale Beratungsstelle des Caritasverbandes Saar-Hochwald, mit den Beratungsstellen in Saarlouis, Merzig, Dillingen und Lebach, blickt auf eine lange Tradition in der Beratung und Behandlung von Personen mit Suchterkrankungen und deren Angehörigen zurück. Dazu zählen auch Kinder und Jugendliche, die oftmals mit einbezogen werden und im Projekt „Wiesel“ nun ihr eigenes Angebot an zwei Standorten erhalten. Die Beratungsstellen in Merzig und Saarlouis kooperieren mit den Präventionsstellen der Landkreise Merzig-Wadern und Saarlouis.

Kontakt

Psychosoziale Beratungsstelle des Caritasverbandes Saar- Hochwald e.V.Für Merzig: Bahnhofstraße 47, 66663 Merzig, Tel. (0 68 61) 93 97 50, E-Mail: beratungszentrum@caritas-merzig.deFür Saarlouis: Lisdorferstraße 13, 66740 Saarlouis, Tel. (0 68 31) 9 39 90, E-Mail: info@caritas-saar-hochwald.de.

red./jb

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