Alle Ausgaben als ePaper im Überblick

Ein Ort, in dem das Herz des Dorfes schlägt

Bildunterschrift: Zu Eröffnung war auch der Saarlouiser Oberbürgermeister Marc Speicher gekommen (vorne), unser Foto zeigt ihn mit (von links) Georg Jungmann, Herbert Germann und Bernd Hawener. Foto: Oliver Morguet
Zur Eröffnung war auch der Saarlouiser Oberbürgermeister Marc Speicher gekommen (vorne), unser Foto zeigt ihn mit (von links) Georg Jungmann, Herbert Germann und Bernd Hawener. Foto: Oliver Morguet - (Bild 1 von 1)

Lisdorf. Jahrelang war das Eckhaus an der Kreuzung Provinzialstraße/Holzmühler Straße als Gaststätte ein beliebter Treffpunkt des Saarlouiser Stadtteils Lisdorf. Und das soll das im Volksmund auch als „Zockerneckels Greet“ bekannte Gebäude nun auch wieder werden. Hier wurde jetzt das ­„LisDORFHaus“ eröffnet. Bei der Einweihung platzte der Veranstaltungsraum im Erdgeschoss des neuen Dorfhauses aus allen Nähten.

Initiatoren des Projektes sind Georg Jungmann und Herbert Germann, die auch maßgeblichen Anteil an der Umsetzung hatten. Beide sind in ­Lisdorf bestens bekannt, Jungmann als Vorsitzender des Vereins für Heimatkunde, Germann als Vorsitzender und Motor des Vereins „Lisdorf… alles im Grünen Bereich“. Jungmann hatte sofort mit der Stadt Kontakt aufgenommen, nachdem er gehört hatte, dass Küchen Peter, letzter Nutzer des Gebäudes, schließt und die Räume frei werden. Bei der Stadt stieß er auf offene Ohren, und die Verhandlungen mit Eigentümer Bernd Fontaine konnten zügig zum Abschluss gebracht werden. „Er hat uns schon der Vertragsunterzeichnung die Schlüssel ausgehändigt, damit wir mit der Renovierung beginne konnten“, bedankte sich Germann und meinte rückblickend: „Auf so eine Gelegenheit haben wir lange gewartet und darauf hingearbeitet. Nun können wir froh in die Zukunft schauen. Lisdorf hat jetzt einen zentralen Ort, in dem das Herz des Dorfes schlägt.“

Im Erdgeschoss stehen ein Veranstaltungsraum für 40 bis 50 Personen, ein kleines Bistro mit Küche und sanitäre Anlagen zur Verfügung. Das Obergeschoss bietet einen Raum für Vorstandsitzungen, einen für kleinere Proben, sowie drei Büros, die dauerhaft Vereinen zur Verfügung gestellt werden. Das Dachgeschoss bietet Lagerfläche für Material der Vereine, außerdem soll hier eine Bibliothek eingerichtet werden. Jungmann und Germann betonten, das LisDORFHaus sei eine Gemeinschaftsleistung der Vereine. Über ein halbes Jahr hinweg hätten jeweils rund zehn Mitglieder verschiedener Vereine zweimal pro Woche hier rund fünf Stunden in Eigenleistung renoviert. Sie dankten in diesem Zusammenhang Bernd Hawener, der als Bauleiter die Fäden in der Hand hielt.

Oberbürgermeister Speicher wertete den Treffpunkt als „Beispiel, wie Gemeinschaft gelingen kann“. Das LisDORFHaus stelle einen viel größeren Wert da, als die Miete, die die Stadt dafür bezahle. Er dankte dem Stadtrat, der den Weg mitgegangen sei. Diakon Christoph Nenno erbat abschließend Gottes Segen für das neue Ortszentrum. Der solle den Vereinen und ihren Mitgliedern Mut machen, miteinander und für einander zu sprechen, Projekte zu entwickeln und umzusetzen, aber auch helfen, mögliche Konflikte zu lösen. om

  • Jetzt teilen:

Eigenen Artikel verfassen Schreiben Sie Ihren eigenen Artikel und veröffentlichen Sie ihn auf wochenspiegelonline.de