„Neuerfindung der Bergmannskuh“

Umweltministerin Petra Berg (3. von links) informierte sich über das Beweidungsprojekt des Zweckverbands LIK.Nord – „Neuerfindung der Bergmannskuh“. Foto: Gemeinde
Umweltministerin Petra Berg (3. von links) informierte sich über das Beweidungsprojekt des Zweckverbands LIK.Nord – „Neuerfindung der Bergmannskuh“. Foto: Gemeinde - (Bild 1 von 1)

Schiffweiler. Auf ihrer Sommertour besuchte die Ministerin für Umwelt, Klimaschutz, Mobilität, Agrar und Verbraucherschutz, Petra Berg, die Gemeinde Schiffweiler und informierte sich über das Beweidungsprojekt des Zweckverbandes LIK.Nord – „Neuerfindung der Bergmannskuh“.

Das Ziel des Zweckverbands ist es, die vom Bergbau geprägte Landschaft aufzuwerten. Das Beweidungsgebiet liegt im Fahrbachtal, an den Hängen des Strietbergs in Schiffweiler. Die Fläche ist ein Bestandteil der insgesamt vier Landschaftslabore des Fördergebietes des Zweckverbands LIK.Nord.

Der Zweckverband wirkt mit der Umsetzung der Maßnahme auf dem „Striet“ dem Rückgang der Arten- und Insektenvielfalt entgegen. Der Schwerpunkt im Landschaftslabor „Neuerfindung der Bergmannskuh“ liegt im Erhalt und der Förderung einer landwirtschaftlichen Nutzung mit dem Ziel blüten- und insektenreiche Wiesenlandschaften zu schaffen. Am Standort in Schiffweiler soll durch extensive Beweidung ein ehemals brach gefallener Wiesenkomplex offengehalten werden.

Nach einer Erstpflege durch den Zweckverband, bei der die stark verbuschten Hänge und Talwiesen freigeschnitten wurden, beweidet seit 2019 eine Herde Galloway-Rinder die Fläche. Die Tiere halten die Flächen frei, so dass es nicht zu neuen Verbuschungen kommt. Ihr Kot ist gleichzeitig ein natürlicher Dünger für den Boden und Lebensgrundlage für diverse Insekten.

Mit Daniela Nau und Günter Kirsch haben die Tiere ein Betreuer-Team, das täglich nach dem Rechten sieht. Mindestens zweimal am Tag schauen die Helfer unter anderem ob die Wasserversorgung der Tiere gewährleistet ist oder ob der Zaun Schäden aufweist. Den Tieren geht es prächtig – dafür sorgt nicht zuletzt eine von Günter Kirsch selbst gebaute Massagevorrichtung. red./hr

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