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Neuer Standort für das Bergmannskreuz

Bildunterschrift: Das Kreuz am Rande des Waldes Goloch wurde feierlich eingesegnet. Foto: Gerhard Schorr
Das Kreuz am Rande des Waldes Goloch wurde feierlich eingesegnet. Foto: Gerhard Schorr - (Bild 1 von 1)

Landsweiler. In einer Feierstunde wurde das historische Bergmannskreuz in Landsweiler am 4. Dezember, dem Festtag der Heiligen Barbara, der Schutzpatronin der Bergleute, an seinem neuen Standort am Rande des Waldes Goloch eingesegnet.

Zu dieser Feier konnte der Vorsitzende des Historischen Vereins Lebach, Klaus Feld, zahlreiche Gäste begrüßen, darunter Bürgermeister Klauspeter Brill, Vertreter des Ortsrates Landsweiler, Pastor Hermann Zangerle, Désirée Becker als Vertreterin der Leader-Region Saarmitte hoch acht, die das Projekt gefördert hat, sowie ehemalige Bergleute.

Nach der Auflösung des Berg- und Hüttenarbeitervereins Landsweiler vor zehn Jahren stand das historische Bergmannskreuz des Bildhauers Ernst Brauner aus Landsweiler von 1966 verwaist und verwahrlost in einer Hecke. Bereits bei der Planung des Historischen Kalenders Lebach für das Jahr 2022, der sich mit den Bergleuten und dem Bergbau in Lebach befasste, kam die Überlegung auf, das Bergmannskreuz zu versetzen und damit wieder für die Allgemeinheit sichtbar zu machen.

Der neue Standort am Wanderweg „Durch die Mitte“ bietet eine landschaftlich schöne Aussicht und weist mit seinen Infotafeln auch auf Historisches hin, wie die Geschichte des Berg- und Hüttenarbeitervereins Landsweiler oder das Reichsarbeitsdienstlager Landsweiler, das von 1938 bis 1944 bestand. Zu dem Lager gibt es keine schriftlichen Dokumente. Allerdings wurde eine Serie von Bildern des Lagers in Landsweiler aus dem Nachlass eines Arbeitsdienstmannes auf einer Verkaufsplattform im Internet entdeckt und für den Historischen Verein Lebach erworben.

Diese Bilder sind wie die Bilder zum Berg- und Hüttenarbeiterverein auf den beiden Infotafeln beim Bergmannskreuz verarbeitet. Über einen QR-Code kann man dazu weitere Informationen erhalten. Der Wanderweg „Durch die Mitte“ erhält durch die neue Anlage eine deutliche Aufwertung. red./hr

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