Alle Ausgaben als ePaper im Überblick

Neue Radwege im Warndt

Bildunterschrift: Der französische Gemeindeverband „Communauté de Communes du Warndt“ (CCW) die erste Tranche seines neuen Radwegenetzes ein. Foto: Eurodistrict SaarMoselle
Der französische Gemeindeverband „Communauté de Communes du Warndt“ (CCW) die erste Tranche seines neuen Radwegenetzes ein. Foto: Eurodistrict SaarMoselle - (Bild 1 von 1)

Warndt. Jüngst weihte der französische Gemeindeverband „Communauté de Communes du Warndt“ (CCW) die erste Tranche seines neuen Radwegenetzes ein. Die Baumaßnahmen sind Teil des Projekts „Intervelo SaarMoselle – Grenzüberschreitendes Radwegenetz auf dem Gebiet des Eurodistrict SaarMoselle“, das im Rahmen des „funktionalen Raums Eurodistrict SaarMoselle“ vom europäischen Programm Interreg Großregion gefördert wird.

Treffpunkt war der Picknickplatz im Wald bei Ham-sous-Varsberg, wo Edmond Bettinger, Präsident des Gemeindeverbands, begleitet von Vizepräsidenten und Bürgermeistern, Franck Chaulet, Sous-Préfet des Arrondissements Forbach/Boulay-Moselle, Jean-Marie Mizzon, Sénateur de Moselle, sowie Vertretern der Région Grand Est und des Départements Moselle zur Eröffnung des neuen Radweges feierlich das Band durchschnitten. Danach wurde die Strecke bis zum Freizeitgelände Guerting zu Fuß oder per Fahrrad zurückgelegt, wo nach den offiziellen Ansprachen ein reger Austausch unter den Anwesenden stattfand.

„Erfahrbare“ Verbesserung

Der Gemeindeverband Warndt verbindet seine fünf Mitgliedskommunen und Völklingen-Lauterbach auf der deutschen Seite mit einem landschaftlich sehr attraktiven Radwegenetz. Im Projekt Intervelo wurden bzw. werden noch weitere Radverbindungen gebaut, verbessert oder untersucht: Saarbrücken-Forbach, Freyming-Merlebach und Saint-Avold-Großrosseln/Karlsbrunn bzw. Lauterbach, Sarreguemines-Kleinblittersdorf/Hanweiler. Die bei der Einweihungsveranstaltung anwesenden politisch Verantwortlichen lobten den neu entstandenen Radweg als für die Bürger direkt „erfahrbare“ Verbesserung, betonten aber zugleich die Notwendigkeit der Kohärenz der entstehenden Routennetze – über den eigenen Gemeindeverband hinaus und über die Grenze zu Deutschland. Es bleibt zu wünschen, dass auch auf der deutschen Seite weitere Schritte folgen, um die Qualität der Radwege über die Grenze hinaus zu verbessern. Die meisten Freizeit-Radrouten sind hier nicht asphaltiert, dennoch werden Pflege- und Beschilderungsmaßnahmen als notwendig erachtet.

Die CCW ist mit ihrem fast 20 Kilometerumfassenden Radwegeprojekt zwischen Bisten-en-Lorraine und Creutzwald bis an die Grenze zu Lauterbach einen großen Schritt in Richtung sanfte Mobilität gegangen. Die Radwege sind auch für mobilitätseingeschränkte Personen gut nutzbar, zum Teil straßenbegleitend, zu einem großen Teil ganz autofrei. Auch wenn die Arbeiten noch weitergehen, sind die Wege größtenteils bereits nutzbar. red./jj

  • Jetzt teilen:

Eigenen Artikel verfassen Schreiben Sie Ihren eigenen Artikel und veröffentlichen Sie ihn auf wochenspiegelonline.de