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„NetzWERKE: Denkmale & Infrastruktur“

St. Ingbert. Das Motto der Deutschen Stiftung Denkmalschutz zum Tag des offenen Denkmals lautet „NetzWERKE: Denkmale & Infrastruktur“. Es umfasst Netzwerke, die Menschen in jeder Lebenslage verbinden und so in der Vergangenheit Gesellschaft möglich machten. Denkmale, die diesen Austausch zwischen Menschen begünstigen, liegen insbesondere im Bereich der technischen Infrastruktur. Zudem repräsentieren die saarländischen Denkmale, die am Tag des offenen Denkmals gezeigt werden, exemplarisch Handels- und Gemeindenetzwerke, Künstlernetzwerke oder auch fortifikatorische Netzwerke.

In St. Ingbert öffnen am 13. September vier bekannte Denkmäler die Pforten für Besucherinnen und Besucher:

Ludwigschule – Umbau und Erweiterung

Die Ludwigschule wurde 1910 nach Plänen von Stadtbaumeister Georg Dietmayr fertiggestellt. Aufgrund ihres architektonischen und künstlerischen Werts, des weitgehend erhaltenen bauzeitlichen Bestands sowie ihrer städtebaulich hervorgehobenen Lage wurde sie unter Denkmalschutz gestellt.

Geplant sind die denkmalgerechte Sanierung des Altbaus sowie dessen statische, brandschutztechnische und haustechnische Ertüchtigung. Ergänzend entsteht ein Erweiterungsbau für die Freiwillige Ganztagsschule und die Schulverwaltung. Zugleich wird die barrierefreie Erschließung des gesamten Schulstandorts umgesetzt. Die neue Ludwigschule verbindet künftig den historischen Altbau, den Erweiterungsbau und einen zentralen Eingangsbereich. Diese „Schulische Mitte“ bildet das Bindeglied zwischen Alt- und Neubau und schafft einen gemeinsamen Ort für Ankunft, Orientierung und Begegnung.

10 Uhr Führung mit Projektverantwortlichen der ARGE Gabrovsek-Wack+Marx und der Stadt St. Ingbert, Dauer ca. 2 Std., Treffpunkt: neue „Schulische Mitte“, erreichbar über Eingang Gabelsbergerstraße, Festes Schuhwerk erforderlich, (Baustelle!), Anmeldung erforderlich: E-Mail mschell@st-ingbert.de, Tel. 06894 13-781.

Beckerturm der Brauerei

Die 1877 von den Gebrüdern Becker gegründete Brauerei zeugt mit dem 1925–27 von Hans Herkommer erbauten Sudhochhaus, dem sog. Beckerturm, und ihren Funktionsgebäuden von der traditionsreichen Braugeschichte der Stadt. Die im Sudhaus erhaltenen Anlagenteile und die Nebenanlagen, wie die Schwankhalle zur Aufarbeitung der Bierfässer, geben Einblick in den Braubetrieb einer der zu ihrer Zeit modernsten Brauereien.

11 Uhr und 14 Uhr Führungen, Dauer ca. 1 Std., Treffpunkt Eingang Beckerturm, Anmeldung erforderlich: E-Mail info@innovationspark.com, www.st-ingbert.de/veranstaltung/tag-des-offenen-denkmals-beckerturm-der-brauerei-becker/, Tel. (0 68 94) 10 30, Innovationspark am Beckerturm GmbH & Co KG, info@innovationspark.com, www.innovationspark.com/historie/.

Katholische Pfarrkirche

Die neofrühgotische Stufenhalle mit ausladendem Querschiff wurde 1890–93 nach Plänen des Kirchenbaumeisters Ludwig Becker erbaut. Die größte Kirche des Bistums Speyer im Saarland wurde durch einen Großbrand 2007 schwer beschädigt. Bei der Instandsetzung wurde die ursprüngliche Farbigkeit von Altären und Ausstattung wieder hergestellt.

11 und 14 Uhr Führungen Dachstuhl und Glockenturm, Ingo Sehn. Zusätzlich 14 Uhr Führung zum Wiederaufbau der Kirche nach 2007, Klaus Daub. Ingo Sehn, Tel. (0 68 94) 33 97, www.heiliger-ingobertus.de.

Eisenwerk und Siedlung

 

1733 gegründet, ab 1804 im Besitz der Familie Krämer, stellte die „Alte Schmelz“ einen der bedeutendsten Betriebe der Schwerindustrie der Westpfalz dar. Die erhaltenen Bauten der Arbeitersiedlung und der Werkhallen sind nach historischen Befunden denkmalgerecht saniert worden. Nach jahrelanger, dem Denkmal entsprechender, kultureller Nutzung unter dem Dach der Kommune werfen nun die neuen nach Wirtschaftlichkeit ausgerichteten Nutzungen Fragen auf.

Geöffnet 10 bis 16 Uhr, 11 und 14 Uhr Führungen, Dr. Susanne Nimmesgern, Treffpunkt: MINT-Campus, Alleestraße, Initiative Alte Schmelz St. Ingbert e.V., E-Mail info@alte-schmelz.de, alte-schmelz.org.red./wj

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