Zweibrücken. Eine erfolgreiche Klinge führten am Wochenende bei den Südwestdeutschen Einzel- und Mannschaftsmeisterschaften der Altersklasse U15 und bei den Senioren in der Zweibrücker Ignaz-Roth-Sporthalle die Fechterinnen und Fechter der VT Zweibrücken (VTZ). Nicht nur Landesmeister, sondern auch Deutsche Meister sowie Starter bei Europa- und Weltmeisterschaften sorgten für ein ausgezeichnetes Niveau. Das Ranglistenturnier des Südwestdeutschen Fechtverbandes lockte Teilnehmer aus dem In- und Ausland durch den internationalen Wettkampfkalender des Deutschen Fechter-Bundes erstmalig nach Zweibrücken. Die 32 Einzel- und Mannschaftsstarter der VTZ haben dennoch teilweise am ersten Turniertag mit dem Florett ihre Vormachtstellung untermauert. Eine Gold-, drei Silber-, zwei Bronze-Medaillen mit dem Florett und eine Bronze-Medaille mit dem Degen brachten insgesamt sieben Medaillen ein. Weiterhin gab es gute Ergebnisse unter den Top Ten.
Das beste Ergebnis erzielte das VTZ-U15-Team mit Johann Knauft und seinen drei Damen Mia Eve Paul, Annika Becker und Marta Krüger mit der Goldmedaille bei U15 Open Mix. Nach dem 45:35-Sieg im Halbfinale gegen Frankenthal und dem 45:39 zugunsten von Kaiserslautern gegen CTG Koblenz standen sich TSG Kaiserslautern und VT Zweibrücken im Finale gegenüber. Abwechselnd setzten die Konkurrenten die Treffer auf beiden Seiten immer wieder zu Gleichständen, was die Nerven der Fans stark strapazierte. Im Stafettenmodus 5–10–15 usw. bis 45 Sieg stand es letztlich bei Gleichstand von 44:44 zwischen Johann Knauft und der stärksten Lauterer Fechterin Lara Hensen. Mit einem klaren Angriffs-Ausfall von Johann leuchtete letztlich nur eine Trefferlampe für den 45:44-Sieg für die VTZ auf. Überglücklich jubelten die Zweibrücker über den tollen Erfolg.
Im Einzelwettbewerb U15 (2011 bis 2014) standen die VTZ-Mädels auf dem Tableau. Die noch dreizehnjährige Marta Krüger war bei ihrem ersten startberechtigten großen U15-Turnier nach den Vorrunden „Jeder gegen Jeden“ auf Rang zehn im Endergebnis gelandet. Im Halbfinale standen sich die beiden Vereinskameradinnen Annika Becker und Mia Eve Paul gegenüber. Die erfahrene Mia Eve gewann und schaffte den Sprung ins Finale. Annika Becker, noch U13, freute sich über Platz drei bei dem starken Turnier. Mia Eve Paul traf erneut nach dem Teamwettbewerb auf Lara Hensen von der TSG Kaiserslautern. In einem anfänglich ausgeglichenen Gefecht gewann Lara Hensen 15:11, was Platz zwei und Silber bedeutete.HerrenflorettIn der gleichen Altersklasse bei Herrenflorett startete Johann Knauft ohne Niederlage in der Vorrunde auf das 8er-Tableau. Mit einem 15:0-Sieg gegen einen Fechter aus Landau folgte allerdings eine 7:15-Niederlage gegen den Ukrainer Artem Fiedotov, was noch für Bronze reichte. Turniersieger wurde Paul Mitnacht (CTG Koblenz), der gegen Fiedotov 15:14 gewann.
Um 11 Uhr war für die VTZ-Seniorin Svenja Voigt der Aufruf für die Vorrunde mit dem Florett. Nach überstandener Vorrunde hatte Voigt mit einem 15:4-Sieg gegen Rebecca Rentzsch (Mainz-Gonsenheim) das Halbfinale erreicht. Hier war der Siegeszug gegen die Mainz-Gonsenheimerin Thea Metz mit 13:15 zu Ende. Ann-Sophie Kukla vom Fechtzentrum Halle feierte mit 15:7 gegen Thea Metz überglücklich den Finalsieg.Fechter im WettkampfDie VTZ-Florettherren der Senioren starteten mit sechs Fechtern in den Wettkampf. Nach der Vorrunde mussten Raphael Stelzer (13.), Jannis Euskirchen (11.) und Stefan Rossbach (9.) die Waffen einpacken. Unglücklich war die Paarung der beiden VTZ-Vereinskameraden Eric Weingärtner und Emil Knerr. Die beiden Linkshänder trennten sich mit 7:15 für Emil Knerr. Einen weiteren 15:10-Sieg nutzte Knerr gegen Maximilian Hoppe (Kaiserslautern) für das Finale gegen seinen Jugendfreund Florian Ferizi (TG Frankenthal). Bei sauber geführten Aktionen setzte sich Ferizi mit 15:8 gegen Knerr durch, der sich dennoch über Silber freute.
Extra aus Paris vom Tour d’Auvergne Éscrime Paris angereist, erfüllte Emil den Wunsch von seinem Trainer Volker Petri, im Einzel und mit dem VTZ-Team auf der Planche zu stehen. Mit dem VTZ-Florett-Team Emil Knerr, Stefan Rossbach, Gregor Euskirchen und Eric Weingärtner gab es für Emil Knerr die zweite Silbermedaille, da man gegen die Mannschaft von Kaiserslautern mit 37:45 unterlag.
Am zweiten Wettkampftag wurden die Degenwettkämpfe im Einzel und Team fortgesetzt. Bei der U15 startete der noch U13-VTZ-Kämpfer Cem Schneider und lieferte eine gelungene Vorstellung ab. Mit Siegen in der Vorrunde war das Weiterkommen obligatorisch. Im 16er-K.o. bezwang Cem seinen Gegenüber aus Friesenheim 15:2. Im 8er-K.o. verlor der Niederauerbacher gegen Leif Grüntjes aus Homburg 11:15 und belegte Rang 6 in der Endabrechnung.
In der großen Herrenrunde der Senioren mit letztlich 43 Teilnehmern beherrschten bei dem Mammutprogramm die neun Degenasse vom Heidelberger FC/TSG R. am besten. Selbst das Siegerpodest wurde eng, als die Namen von eins bis sechs, alles Heidelberger, aufgerufen wurden. Bei den VTZ-Rosenstädtern wurde Stefan Rossbach 18. vor Gregor Euskirchen (19.). Die Überraschung war groß, als Thomas Tschernig als ältester Rang 33 belegte. Platz 34 ging an Alexey Tarasov vor Platz 35 für Cornelius Dort. Platz 38 belegte Raphael Stelzer und Sebastian Henning Rang 43.SenioreneinzelIm Senioreneinzel hatte VTZ-Fechterin Svenja Voigt keinen leichten Stand gegen die starken Mitstreiterinnen. Bei guter Treffsicherheit schon in der Vorrunde stand sie auf dem 8er-Tableau der Spitzenfechterin Carolin Breitwieser (Heidelberg) gegenüber. Spannender hätte es nicht sein können, als der ausschlaggebende Treffer beim 14:14 die Favoritin Breitwieser den Siegtreffer zum 15 setzte. Die Enttäuschung war für Voigt natürlich groß, denn Breitwieser setzte sich im Finale gegen Emma Oberthür (Friesenheim) 15:5 als Turniersiegerin durch. Svenja Voigt belegt Rang 6.
Das VTZ-Herrenteam mit Stefan Rossbach, Gregor Euskirchen, Alexey Tarasov und Raphael Stelzer belegte hinter den beiden Heidelberger Teams, Bronze für Friesenheim und Kaiserslautern den fünften Rang. Notwendig und erfreulich war der VTZ-Ausrichter mit seinem großartigen Helferteam und der Sparkasse Südwestpfalz mit der Spende von vier neuen Kabelrollen, die vom Körper der Fechter zur Trefferanzeige notwendig sind und bei dem erfreulichen großen Andrang benötigt werden.red./wj



