Natur hautnah erleben

Streuobstwiesen standen im Mittelpunkt der Workshops. Foto: GSG
Streuobstwiesen standen im Mittelpunkt der Workshops. Foto: GSG - (Bild 1 von 1)

Lebach. Der Biosphärentag der saarländischen UNESCO-Projektschulen führte sechs Schüler und ihre Begleitung des Geschwister-Scholl-Gymnasiums zu Spohns Haus in Gersheim, wo sie in fünf verschiedenen Workshops viel über die Rolle von Streuobstwiesen in unserer Umwelt lernten. Und das mittendrin, denn die Workshops fanden einen kurzen Fußweg entfernt direkt auf einer Streuobstwiese statt.

Die UNESCO hat den Streuobstanbau 2021 zum immateriellen Kulturerbe erklärt, denn Streuobstwiesen bieten nicht nur den Menschen leckere Äpfel, Birnen, Kirschen und vieles mehr, sondern auch wertvolle Lebensräume für Tiere und Pflanzen. Mit denen beschäftigten sich auch die kurzweiligen Workshops, bei denen Experten für einen gelungenen Mix aus Wissen und praktischem Anpacken sorgten.

So erfuhren die Teilnehmer, warum der Spitzwegerich auch „Wiesenpflaster“ genannt wird und gegen Mückenstiche hilft, dazu sammelten sie gleich noch leckere Kräuter für Tee-Zubereitung und Salat, die sofort für das Mittagessen verarbeitet wurden. Um die tierischen Bewohner ging es bei den nächsten Workshops. Live dabei als Vertreter der größeren Tiere war ein Steinkauz, der im Bliesgau zuhause ist. So auch Goldene Scheckfalter, das Maskottchen des Biosphärenreservates und einer von vielen tausend Insektenarten, die auf Streuobstwiesen zu finden sind.

Auch die Vermarktung der heimischen Produkte ist wichtig, denn regionale Produkte müssen nicht weit transportiert werden, und das spart eine Menge CO2 ein. Daher gibt es schon in über 60 Supermärkten bereits das „Bliesgau-Regal“, um das in einem Workshop ging. Zuletzt kamen auch die „Hauptpersonen“ nicht zu kurz, die Obstbäume. Die Teilnehmer lernten, wie man sie pflegt und durften sich auch selbst am Astschnitt probieren.

Nach dem verdienten Mittagessen rundeten ein Expertenvortrag zur Vergangenheit und Zukunft der Streuobstwiesen das vielfältige Programm ab. Für alle war es ein lehr- und erlebnisreicher Tag, der bewusst gemacht hat, wie Mensch und Natur zusammenhängen und im besten Fall auch zusammenarbeiten. red./jb

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