Saarbrücken. Mut aufbringen, um den ersten Schritt zu tun. Dazu haben die Mitglieder des Rings saarländischer Pfadfinderinnen und Pfadfinder (rsp) am Dritten Advent im Rahmen ihrer traditionellen Aussendefeier für das Friedenslicht aus Bethlehem aufgerufen. Rund 300 Menschen jeden Alters waren in die festlich erleuchtete Kirche der Jugend eli.ja gekommen, um das Friedenslicht für sich, ihre Kirchengemeinde oder für den eigenen Pfadfinderstamm entgegenzunehmen.
Die Aussendefeier stand in diesem Jahr unter dem Motto „Ein Funke Mut“. Täglich bedrückten die Nachrichten von Krieg und Gewalt in den Nachrichten, außerdem seien Ängste und Einsamkeit etwas, was vielen Menschen zu schaffen mache, sagte Andreas Feid von der Deutschen Pfadfinderschaft St. Georg (DPSG). Den Kopf in den Sand stecken, bringe aber nicht weiter. „Bei jeder gemeinsamen Aktion braucht es einen, der den ersten Schritt macht, dann können sich die anderen anschließen“, betonte Feid. Für diesen ersten Schritt aber brauche es Mut und den wollten die Pfadfinder mit dem Friedenslicht in die Welt hinaustragen. Gemeinsam werde aus den kleinen Funken ein großes Licht.
Passend zum Motto wurden die Gäste eingeladen, sich vor dem Heimweg einen Baustein mit der Aufschrift „Ein Stück Mut“ mit nach Hause zu nehmen, um durch ihn daran erinnert zu werden, dass jeder Einzelne die Person sein kann, die den ersten Schritt zu etwas Neuem, zu Frieden und Versöhnung macht. Denn auch im Alltag könne dieser Gedanke eine Bedeutung entfalten. „Der Funke Mut ist uns ein Zeichen, dass wir mutig nach vorne schauen können“, betonte Thomas Hufschmidt, katholischer Jugendpfarrer der Kirche der Jugend eli.ja. Die Zukunft gehöre den Menschen und insbesondere den vielen anwesenden Jugendlichen. Sie könnten sich getragen fühlen „mit der Zuversicht, dass euer Weg gesegnet ist“.
Nachdem sich die Pfadi-Band des rsp, die jahrelang die Aussendefeier musikalisch begleitete, aufgelöst hatte, übernahm nun eine neu gegründete Formation des Café Exodus die Aufgabe. Berührend spielten sie das hebräische Lied „Hevenu shalom alechem“ („Wir wollen Frieden für alle“), während das Friedenslicht von Kerze zu Kerze weitergegeben wurde.
Das Friedenslicht aus Bethlehem wird bis Neujahr verteilt in Gottesdiensten und Andachten, in Pfadfindergruppen und Kirchengemeinden im ganzen Saarland. Öffentliche Orte, an denen das Friedenslicht individuell abgeholt werden kann, sind u.a. in Saarbrücken die Ludwigskirche, der Garten des Landtages, das Rathaus St. Johann, das Evangelische Gemeindezentrum auf dem Eschberg, die Hospizakademie Saar sowie die Kirche der Jugend eli.ja.
Bis 23. Dezember im Saarbrücker Rathaus
Bis Dienstag, 23. Dezember, 12 Uhr, steht an der Infotheke im Rathaus St. Johann das Friedenslicht aus Betlehem.
Die Rathausinfo ist montags und dienstags von 8 bis 12.30 Uhr und von 13.30 bis 16.30 Uhr geöffnet, mittwochs von 8 bis 14 Uhr, donnerstags von 8 bis 12.30 Uhr und von 13.30 bis 18 Uhr sowie freitags von 8 bis 13 Uhr. red./jj




