Matratzenbrand in Alt-Saarbrücken

Saarbrücken. Am Sonntag, den 04.12.2022, erreichte die Leitstelle der Feuerwehr Saarbrücken ein Notruf aus Alt-Saarbrücken.
Anwohner meldeten, es sei in einer Wohnung im zweiten Obergeschoss zu einem Brandereignis gekommen. Es sei Brandrauch zu erkennen und eine Person hätte sich auf dem Balkon der Wohnung versucht in Sicherheit zu bringen.
Hierauf alarmierte die Haupteinsatzzentrale um 14:29 Uhr beide Löschzüge der Berufsfeuerwehr Saarbrücken sowie den zuständigen Löschbezirk Alt-Saarbrücken der freiwilligen Feuerwehr mit dem Stichwort „Zimmerbrand mit Menschenrettung“.
Auf der Anfahrt ergingen weitere Notrufe aus dem Umfeld der Einsatzstelle, bei denen Brandrauch und Brandgeruch gemeldet wurden. Da sich das anfängliche Meldebild hierdurch bestätigte und mit einem größeren und längeren Einsatz der entsendeten Einheiten gerechnet werden musste, wurde der so genannte Kernstadtalarm der Feuerwehr Saarbrücken ausgelöst. Hierbei werden die noch nicht alarmierten Löschbezirke aus dem Löschabschnitt Mitte sowie der Löschbezirk Dudweiler mit dem dort stationierten Drehleiterfahrzeug zur Einsatzbereitschaft in die jeweiligen Feuerwehrhäuser alarmiert und somit der Grundschutz für die Stadtmitte im Falle weiterer Einsätze sichergestellt.
Vor Ort zeigte sich, dass der Grund für die Rauchentwicklung eine in Brand geratene Matratze war. Der Bewohner hatte diese aus der Wohnung heraus auf den Balkon befördert um ein Übergreifen auf weitere Gegenstände im Gebäude zu verhindern. Da die Matratze aus Kunststoffen hergestellt wurde, war der entstehende Brandrauch optisch und geruchstechnisch derart intensiv, dass dies zu den oben erwähnten Anrufen führte.
Durch die Feuerwehr wurde die Matratze schnell abgelöscht und sowohl das Treppenraum des Mehrfamilienhauses als auch die betroffene Wohnung wurden mit einem Drucklüfter zwangsbelüftet, um den beißend riechenden Rauch aus dem Gebäude herauszudrücken.
Durch das Ereignis atmeten sowohl der Bewohner als auch eine Nachbarin Brandrauch ein. Sie wurden vor Ort dem Rettungsdienst übergeben und nach einer ersten Untersuchung in umliegende Krankenhäuser zur Abklärung gebracht. Im Einsatz waren neben den erwähnten Einheiten der Feuerwehr Saarbrücken mehrere Fahrzeuge des Rettungsdienstes von Feuerwehr und Deutschem Roten Kreuz sowie ein Kommando der Polizei Saarland.

red./tt

 

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