Lückenschluss für zwei vorhandene Radwege

Friedrichsthal / Merchweiler. Verkehrsministerin Anke Rehlinger hat offiziell den Neubau des straßenbegleitenden Rad- und Gehwegs entlang der L 112 zwischen Friedrichsthal-Bildstock und Merchweiler freigegeben. Der neue Weg ist 900 Meter lang und dient als Lückenschluss für zwei bereits vorhandene Radwege entlang der Landstraße.

„Endlich können die Bürger aus Bildstock und Merchweiler sicher entlang der L112 spazieren und mit dem Fahrrad fahren. Das bringt nicht nur mehr Lebensqualität für die Menschen aus beiden Ortsteilen, es stärkt auch den Umweltschutz. Wir bringen die Verkehrswende voran, indem wir den Radverkehr weiter fördern. Dazu braucht es aber auch die richtige Infrastruktur. Nur, wer sich auf dem Rad sicher fühlt, wird auch dauerhaft öfter mit ihm unterwegs sein und dafür das Auto stehen lassen. Mit dem Neubau des Rad- und Gehweges machen wir das Radfahren entlang der L112 deutlich sicherer“, betonte Rehlinger.

Werner Nauerz, Direktor des Landesbetriebs für Straßenbau erläutert: „Der Radwegebau hat beim Landesbetrieb für Straßenbau, auch durch eine personelle Verstärkung des zuständigen Fachbereichs, einen besonderen Stellenwert. Daher sind solche Maßnahmen wie der Lückenschluss an der L 112 zwischen Merchweiler und Bildstock gute Beispiele, wie das Land den Radwegebau forciert.“

Mit der durchgängigen Rad- und Gehwegverbindung entsteht zusätzlich eine verkehrsgerechte und direkte Anbindung für Radfahrer als auch für Fußgänger zum Naherholungsgebiet Itzenplitz in Heiligenwald. Darüber hinaus wurden an den Ortseingängen beider Kommunen Mittelinseln errichtet, damit Radfahrer und Fußgänger sicher die Straße überqueren können. Die Baukosten der gesamten Maßnahme betrugen rund 750000 Euro und wurden vom Land ­getragen.

Innerörtlicher Ausbau wichtig

Friedrichsthals Bürgermeister Christian Jung zeigte sich über den raschen Bauverlauf sehr erfreut und betonte, dass es nun an der Zeit sei, auch innerörtlich die Radverkehrswege auszubauen: „Die Ortsgrenze ist erreicht. Jetzt müssen Schritte unternommen werden, das landesweite Radwegenetz zu verknüpfen. Die erforderlichen Investitionen wird eine Haushaltsnotlagekommune wie Friedrichsthal nicht schultern können. Zudem liegt ein weiteres Problem darin, dass die Sparbemühungen der vergangenen Jahre zu einem rigorosen Personalabbau in der Verwaltung geführt haben und Planungskapazitäten von extern eingekauft werden müssen.“

„Um auch den kommunalen Radverkehr voranzubringen, greifen wir den saarländischen Kommunen mit umfangreichen Förderprogrammen unter die Arme. So haben wir zum Beispiel die Förderrichtlinie NMOB Stadt-Land eingeführt, über die unsere Kommunen Bundesmittel für ihren Radwegebau abrufen können. Bis zu 90 Prozent Förderquote sind dabei möglich“, sagte Rehlinger hierzu.

Auch Merchweilers Bürgermeister Patrick Weydmann freute sich, dass alle Nutzer jetzt gefahrloser zwischen Bildstock und Merchweiler verkehren können.red./dos

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