Lauter strahlende Gesichter

Carina Reitnauer gewann mit Galina Sunday zweimal Silber. Foto: v. Waldow
Carina Reitnauer gewann mit Galina Sunday zweimal Silber. Foto: v. Waldow - (Bild 1 von 1)

Zweibrücken. Bei strahlender Sonne am azur-blauen Himmel maßen sich die Dressurreiter mit ihren Nachwuchspferden. Eine Idee von Gastgeber DSG Bliesgau, für die Turnierleiter Martin Bitsch unter anderem von dem Beauftragten der Landeskommission und Chefrichter, Mario Schreiber, großes Lob erhielt. Der Landestrainer Dressur in Rheinland-Pfalz: „Das ist super. Dann können sich die jungen Pferde auf einem Niveau miteinander messen und müssen nicht den erfahrenen hinterherlaufen. Außerdem haben die Reiter eine Chance auf eine Platzierung.“ Selbst ohne Prämien waren die Reiter mehr als dankbar, endlich wieder starten zu dürfen. Ganz besonders strahlten die Amateure. War der Turniersport in diesem Jahr bis dahin ausschließlich Kadermitgliedern und Profis vorbehalten gewesen, waren auch diese nun kurzfristig wieder zugelassen.

Lokalreiterin Olivia Scherpf von der RSG Berghof-Einöd war auch mit ihrem ersten Turnierauftritt zufrieden. Die Pirmasenserin wechselte, weil „Carina Reitnauer eine sehr gute Ausbilderin besonders für Jungpferde ist“. Auf Anhieb erhielt sie mit ihrem fünfjährigen Oldenburger Rappen Benjamin in der Dressurpferdeprüfung Klasse A eine Wertnote von 7,4 und verpasste um ein Zehntel die Platzierung. Die Pferdewirtschaftsmeisterin selbst gewann mit der achtjährigen Rheinländer Stute Galina Sunday sowohl in der A-Klasse als auch in der Einlaufprüfung für die Böckmann-Trophy 2021 auf L-Niveau Silber. In dieser Prüfung setzte sich die für den Club Hippique Bauford in Luxemburg startende Finnin Minna Elina Uronen mit ihrer Sezuan-Tochter Sonnerie Souveraine und der Wertnote 8,2 an die Spitze. Während die Turnierrichter in den Basisprüfungen das durchweg ansprechende Niveau lobten, zeigten sich auf mittelschwerem Niveau deutliche Leistungs- und Entwicklungsunterschiede.

Deutliche Leistungs- und Entwicklungsunterschiede

Hier sah das Richtertrio Hannah Allescher vom RFV Wintermühle mit ihrem achtjährigen Württemberger Rapp-Wallach Fürst Royal mit einem Vorsprung (684 Punkte, 69,091%) vor Sophia Kastner vom RV Mannheim und dem Rheinländer KarnaVal (683 Punkte, 68,990%). In der abschließenden schweren Klasse S* stellte sich auch Luise Spangenberger seit langem erstmals wieder dem Urteil der Wertungsrichter. Für die 20-jährige Wolfsteinerin, die für den Reit- und Fahrverein Zweibrücken startet, und ihre zehnjährige Oldenburger Stute Paraiba war es der erste Auftritt in der schweren Klasse. Mit 618,5 Punkten kam das Paar auf eine Ergebnis von 64,6 Prozess. Damit war die Amateurin sehr zufrieden. Außerdem durfte sie sich für ihre Ausbilderin mitfreuen, denn die für den RFV Alsenborn sattelnde Dänin Mathilde Koefoed-Nielsen erritt sich souverän den Sieg. Auf dem achtjährigen Sezuan-Sohn Sezciano Forte lag sie mit 69,896 Prozent kurz unter der Siebenermarke. Silber ging mit 659 Punkten (68,646%) an die Luxemburgerin Kristine Möller (Club Hippique du Nord), nachdem sie ihren neunjährigen Wallach Charlie Brown Superstar bereits in der mittelschweren Klasse auf den Bronzerang zelebriert hatte.

Info: www.turnierservice-holzer.de cvw

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