Kunst im öffentlichen Raum

18 beidseitig bestückte Stelen zeigen nicht nut Fotokunst, sondern auch ein Stück Heimat. Foto: Mohr
18 beidseitig bestückte Stelen zeigen nicht nut Fotokunst, sondern auch ein Stück Heimat. Foto: Mohr - (Bild 1 von 1)

Bostalsee. Auf der Festwiese am Bostalsee wurden 18 mobile Fotostelen installiert, auf denen Künstler aus der Region die Möglichkeit erhalten, ihre fotografischen Werke zu präsentieren.

Den Auftakt bilden Aufnahmen von Mitgliedern des Fotoclubs „Tele“ Freisen, der in diesem Jahr Ausrichter der Deutschen Fotomeisterschaft war, verstärkt mit Bildern von Christoph M. Frisch vom Kunst- und Kulturzentrum Bosener Mühle. Die 18 Stelen sind doppelseitig mit Bildern versehen, so dass in der Summe 36 Fotos dem Besucher des Bostalsees in dieser neu geschaffenen „Open-Air-Galerie“ einen Überblick über das fotografische Schaffen, aber auch über die Schönheit der Region näherbringen sollen.

Das Projekt ist eine Kooperation der Touristik und Freizeit des Landkreises St. Wendel, des Kunst- und Kulturzentrums Bosener Mühle und der Kulturlandschaftsinitiative St. Wendeler Land (KuLanI). Rund 13300 Euro hat die Schaffung des Kunstraums gekostet. Rund 60 Prozent der Kosten werden über das Maßnahmenprogramm LEADER der EU getragen. Der Rest wird vom Landkreis finanziert.

„Dieses Projekt passt hervorragend in unser Tourismusprogramm und unser Konzept zur Regionalentwicklung“, begründet Landrat Udo Recktenwald die Kostenübernahme. „Gerade auch an dieser Stelle, am Rundweg rund um den Bostalsee, der tagtäglich von vielen Menschen genutzt wird, an der Schnittstelle zur Festwiese, hat die Ausstellung einen publikumswirksamen Platz gefunden“, so der Landrat weiter.

Es ist angedacht, die ausgestellten Motive auch an anderer Stelle zu präsentieren. Die Fotostelen können derweil auch mit einem neuen Foto-Motto mit Leben gefüllt werden. Der Themenvielfalt und den Möglichkeiten sind keine Grenzen gesetzt.

„Fotografie ist ein faszinierendes Hobby. Es sind Augenblicke, die festgehalten werden. Mit dem Blick durch die Kamera wird ein Moment eingefroren und für die Nachwelt erhalten. Es ist Kunst im öffentlichen Raum, es ist Kunst in der Natur und es ist teilweise auch Natur in der Kunst, was die Attraktivität des Ortes nur noch mehr unterstreicht.“

„Es war nicht ganz einfach, die entsprechenden Fotos auszuwählen“, erklärte der Vorsitzende des Fotoclubs Tele Freisen, Steffen Klos. „Man geht oft in die Welt und macht überall tolle Fotos, vergisst dabei aber, wie schön es in der Heimat ist. Daher war es ein wenig schwierig, solche Motive im Verein zu finden. Vielen Dank bei dieser Gelegenheit an Christoph Frisch, der uns da ein wenig ausgeholfen hat.“ Und weiter: „Wir möchten solche Ausstellungen über das ganze Saarland verteilt machen, als sogenannte Fotohotspots.“ Auch ein Fotomuseum wird bei den Freisener Fotoenthusiasten angedacht. Die Ausstellung am Bostalsee soll zunächst mal voraussichtlich bis Sommer nächsten Jahres so bestehen bleiben. jam

  • Jetzt teilen:

Eigenen Artikel verfassen Schreiben Sie Ihren eigenen Artikel und veröffentlichen Sie ihn auf wochenspiegelonline.de