Kraft und Trost geben in schweren Zeiten

Auf elf Bannern wird in der Outdoor-Ausstellung informiert, die auch noch in Wadern, Orscholz und Losheim zu sehen sein wird. Foto: Caritasverband Saar-Hochwald
Auf elf Bannern wird in der Outdoor-Ausstellung informiert, die auch noch in Wadern, Orscholz und Losheim zu sehen sein wird. Foto: Caritasverband Saar-Hochwald - (Bild 1 von 1)

Merzig. „Was gibt Kraft und Trost in schweren Zeiten?“ Diese Frage stellten sich haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiter des Caritasverbandes Saar-Hochwald, des Dekanats Merzig und des pastoralen Raums Wadern. Sie sprachen mit Menschen, die einen Verlust erlitten haben, eine schwere Krankheit durchmachen mussten oder immer noch mit körperlichen, seelischen oder anders gearteten Einschränkungen zurechtkommen müssen.

Aus diesen Interviews, die als kurze Filmstreifen auf der Homepage der Caritas angeschaut werden können, wurde eine Ausstellung entwickelt, die bis Ende April auf dem Platz vor der Merziger Kirche St. Peter zu sehen ist.

Zur Eröffnung begrüßte Karin Jacobs im Namen des Ambulanten Hospiz- und Palliativberatungszentrums der Caritas Team-Mitglieder, Interviewpartnerinnen und Gäste. Auf elf Bannern finden sich Zusammenfassungen der Interviews nebst Fotos, auf denen eine beeindruckende Fülle von möglichen Kraftquellen präsentiert werden.

Dechant Bernd Schneider begrüßte die Ausstellung. Er hoffe, dass viele Gottesdienstbesucher oder Passanten hier verweilen und Anregungen für ihr eigenes Leben finden. Auch Giuseppe D´Auria, Ehrenbeigeordneter der Stadt Merzig, der Grüße von Bürgermeister Marcus Hoffeld überbrachte, lobte die Idee, die dahintersteckt, und den Einsatz der Menschen, die sich ehrenamtlich um Kranke, Sterbende und Trauernde kümmern.

Auch Anja Salinger hatte sich für ein Interview zur Verfügung gestellt. Sie kam zur Ausstellung und sprach in offener, anrührender Weise über ihre Krebserkrankung und die vielfältige Unterstützung durch ihre Mitmenschen. Sie ist gläubig und kann sich trotz Krankheit und Beschwerden an vielen Dingen erfreuen. „Ich zähle nicht die Zeit, die mir noch zur Verfügung steht“, erklärte sie, „sondern ich genieße jeden Tag meines Lebens.“

Anfang Mai wandert die Ausstellung, die sich im Laufe der Zeit noch vergrößern wird, nach Wadern, anschließend nach Orscholz und in den Seegarten in Losheim.red./tt

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