Konzert mit Kolja Lessing

Saarbrücken. Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „700 Jahre jüdisches Leben an der Saar – eine musikalische Spurensuche“ wird der bekannte Geiger und Pianist Kolja Lessing Werke jüdischer Komponisten spielen, die an der Saar geboren sind wie Tzvi Avni (*1927) und Julius Schloß (1902-1972) oder dort gewirkt haben wie Friedrich Gernsheim (1839-1916) und Erwin Schulhoff (1894-1942). Einige vorgetragene Werke sind auch in Saarbrücken entstanden.

Dabei dürfte Julius Schloß, in Saarlouis geboren, von Arnold Schönberg bereits als Schüler angenommen, der dann aber für Jahre bei Alban Berg in Wien studierte, den meisten Saarländern völlig unbekannt sein.

Nach seiner Inhaftierung in Dachau floh er nach Schanghai und wurde nach schweren Exilsjahren sogar Professor am dortigen Konservatorium. Er emigrierte dann 1947 nach den USA. Kolja Lessing spielt aus dessen berühmter Tvelve-Tone-Suite aus dem Jahr 1971.

Das Konzert der Christlich-Jüdischen Arbeitsgemeinschaft des Saarlandes (CJAS) in Kooperation mit dem Ministerium für Bildung und Kultur findet am Dienstag, 24. Mai, um 19 Uhr, im Pingusson-Bau (ehemaliges Kultusministerium) statt und steht unter der Schirmherrschaft von Ministerin Christine Streichert-Clivot.red./tt

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